Geschäftsbericht

Trotz Verlust: Deutsche Bank zahlt 2,3 Milliarden an Boni

Trotz dritten Jahresverlusts in Folge zahlt die Deutsche Bank den Mitarbeitern Milliarden-Boni. Die Dividende dagegen fällt gering aus.

Die Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt: Auch dieses Jahr werden wieder Milliarden-Boni bezahlt.

Die Konzernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt: Auch dieses Jahr werden wieder Milliarden-Boni bezahlt.

Foto: Arne Dedert / dpa

Frankfurt.  Die Deutsche Bank zahlt ihren Mitarbeitern trotz des dritten Jahresverlusts in Folge für das vergangene Geschäftsjahr wieder einen Milliardenbonus.

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der größten deutschen Bank hervorgeht, beträgt die Gesamtsumme der Boni-Zahlungen für die rund 97.500 Mitarbeiter des Konzerns 2,3 Milliarden Euro.

An seine Anteilseigner schüttet das Geldhaus rund 230 Millionen Euro aus – ein Zehntel des Betrages, der hauptsächlich in die Taschen der Investmentbanker unter den rund 97.000 Beschäftigten fließt.

John Cryan und andere Top-Manager verzichten auf Boni

Die Dividende soll elf Cent je Anteilsschein betragen, nach 19 Cent im Vorjahr. Der Bonus für die Mitarbeiter erreicht nach 546 Millionen Euro für 2016 fast wieder den Stand von 2015, den die Bank auch damals ungeachtet eines Milliardenverlustes verteilte.

Das Top-Management verzichtet erneut auf seinen Bonus. Vorstandschef John Cryan bezog 2017 ein Grundgehalt von 3,4 Millionen Euro. Das sind 400.000 Euro weniger als im Vorjahr. Grund ist eine Änderung der Vergütungsregeln. Den Aktionären will die Bank eine Mini-Dividende von 11 Cent je Anteilsschein zahlen. (rtr)