Düsseldorf

Gewinneinbruch bei Saturn-Holding Ceconomy

Düsseldorf. Ein erbitterter Preiskampf am Schnäppchentag Black Friday und höhere Kosten drücken den Gewinn des Elektronikhandelskonzerns Ceconomy. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter brach der Ertrag im ersten Quartal 2017/18 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft auf 108 (Vorjahr: 121) Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Auch im operativen Geschäft verdiente die Holding, zu der die Ketten Media Markt und Saturn gehören, weniger. Ceconomy war im Sommer aus dem Handelsriesen Metro hervorgegangen, der sich in einen Lebensmittel- und den Elektronikhändler aufgespalten hatte.

„Das Ergebnis im abgelaufenen Quartal war enttäuschend“, räumte Ceconomy-Chef Pieter Haas ein. Ausgerechnet der aus den USA importierte Schnäppchentag Black Friday im November sei für Media Markt und Saturn zur Belastung geworden. Zwar sei das der umsatzstärkste Tag in der Geschichte von Media-Saturn gewesen, doch litt dadurch das Geschäft im Dezember. Und das ist schlecht für den Gewinn, denn im Dezember kurz vor Weihnachten tobe der Preiskampf nicht so erbittert. Media-Saturn müsse gegensteuern, der Black Friday dürfe nicht zu einem „reinen Discount-Event“ werden, sagte Haas. Hier seien intelligente Lösungen nötig. Diese könnten etwa auch Dienstleistungen wie Lieferung und Montage von Geräten umfassen – damit die Marge wieder stimmt.