Berlin

Niki-Verkauf soll trotz Rechtsstreit weiter gehen

Der Verkauf der Fluglinie Niki an Vueling soll trotz des Zuständigkeitsstreits vorangetrieben werden, sagt Insolvenzverwalter Flöther.

Rechtsanwalt und Sachwalter Lucas Flöther

Rechtsanwalt und Sachwalter Lucas Flöther

Foto: dpa Picture-Alliance / Silas Stein / picture alliance / Silas Stein/d

Berlin.  Nach dem juristischen Tauziehen um das Insolvenzverfahren der Air-Berlin-Tochter Niki geht der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in die Offensive: Flöther plant, bis Ende der Woche Antrag auf Eröffnung eines Sekundärverfahrens in Österreich zu stellen, teilte sein Sprecher mit. Mit dem Schritt soll der Verkauf von Niki an die IAG-Tochter Vueling unabhängig von dem in Deutschland schwelenden Rechtsstreit über die Bühne gebracht werden. Bis zum Abschluss des Verkaufs hatte Vueling zwar 16,5 Millionen Euro als Zwischenfinanzierung für Niki bereitgestellt. Das Geld reiche aber nur für wenige Wochen, so der Sprecher.

Der Deal zwischen Niki und Vueling war zuletzt ins Wanken gekommen, weil das österreichische Portal Fairplane Beschwerde gegen den Insolvenzort eingereicht hatte. Das Berliner Landgericht hatte der Beschwerde stattgegeben und festgestellt, dass nicht Berlin, sondern Wien zuständig sei. Niki-Verwalter Flöther hatte daraufhin Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingereicht. Wann die Richter dort eine Entscheidung fällen, ist noch unklar.

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