Geschäftsmodell

Kaffeeröster Tchibo verleiht künftig Kleidung für Babys

Der Trend zur Verleih-Wirtschaft hat Tchibo erfasst. Der Kaffeeröster will es mit Babykleidung versuchen. Einen Partner gibt es schon.

Kleidung zu kaufen gibt es in den Tchibo-Filialen schon lange. Bald soll es möglich sein, Babykleidung auch zu leihen (Archivbild).

Kleidung zu kaufen gibt es in den Tchibo-Filialen schon lange. Bald soll es möglich sein, Babykleidung auch zu leihen (Archivbild).

Foto: FrankHoermann/SVEN SIMON / imago/Sven Simon

Hamburg.  Der Hamburger Kaffeeröster und Einzelhändler Tchibo geht neue Wege. Vom kommenden Jahr an will das Unternehmen nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ Babykleidung verleihen.

Kooperationspartner wird demnach das Magdeburger Unternehmen Relenda, das bereits seit mehreren Jahren online unter kilenda.de Mode, Spielzeug und Kinderwagen für Babys auf Leihbasis anbietet. Am 11. Januar will Tchibo die Details zu der neuen Kooperation auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Neben Tchibo-Chef Thomas Linemayr wird auf der Veranstaltung auch der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer anwesend sein.

Baby-Handschuhe ab 90 Cent pro Monat?

Laut „Hamburger Abendblatt“ hat Tchibo bereits intern eine Onlineseite zu Testzwecken geschaltet, auf der das neue Leihangebot zu finden ist. Preise und die genaue Kollektion sind noch streng vertraulich. Allerdings steht bereits fest, dass die Tchibo-Kunden die Babykleidung nur online und nicht in den Filialen ausleihen können. Offensichtlich wäre der logistische Aufwand sonst zu groß.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Preise an den Angeboten bei kilenda.de orientieren werden. Dort liegt die monatliche Leihgebühr zum Beispiel für ein Marken-Langarmshirt bei drei Euro, Baby-Handschuhe gibt es ab 90 Cent im Monat.

Otto verleiht bereits Elektronik- und Fitnessgeräte

Kilenda selbst ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. So hat die Website im vergangenen Jahr sein Sortiment um Schwangerschaftsmode und Babytragen erweitert. Zudem wird neben Deutschland auch Österreich beliefert. Die Zahl der Mitarbeiter liegt heute bei 20.

Leihen statt kaufen wird immer mehr zum Trend. So hat erst vor einem Jahr die Otto Group ihr Leihportal ­ottonow.de an den Start gebracht. Dort kann man unter anderem Elektronik- und Fitnessgeräte mieten. (ode)

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