Test

So will Rewe den Plastiktüten-Verbrauch für Obst senken

Auf Einwegtüten verzichten Rewe und andere Märkte schon seit länger Zeit. Nun soll es einer weiteren Plastiktüte an den Kragen gehen.

Rewe testet bundesweit, wie der Verbrauch der Knotenbeutel für Obst reduziert werden kann.

Rewe testet bundesweit, wie der Verbrauch der Knotenbeutel für Obst reduziert werden kann.

Foto: Oliver Berg / dpa

Berlin.  Nach der Plastiktüte geht es jetzt dem so genannten Knotenbeutel an den Kragen. Rewe testet gerade, wie sich der Verbrauch der dünnen Plastiktüten für Obst- und Gemüse reduzieren lässt.

Wie Rewe mitteilt, werde derzeit bundesweit in rund 120 Filialen ausprobiert, auf welchem Weg der Konsum am besten zurückgehen könnte. „In 19 Filialen werden aktuell die Kunden über verschiedene Kommunikationswege dazu animiert, mit Bedacht zum Knotenbeutel zu greifen“, heißt es in der Mitteilung. Schließlich hätten viele Obst- und Gemüsesorten von Natur aus eine robuste Schutzhülle.

Bananen bald ohne Folienverpackung

Demgegenüber würden in mehr als 100 Märkten spezielle Mehrweg-Frischenetze angeboten. Den Zweierpack gebe es für 1,49 Euro. „Beim Abwiegen an der Kasse wird die entsprechende Tara des Netzes automatisch vom Warengewicht abgezogen.“ Der Test läuft noch bis zum 27. November. Die umweltschädlichen Knotenbeutel gibt es aber auch in den Test-Supermärkten weiterhin.

Nach dem Ende der Plastiktüte bei Rewe und anderen Supermärkten waren Kunden auf die dünnen Plastiktüten aus der Obst- und Gemüseabteilung umgestiegen. Sie hatten ihre Einkäufe dann auf mehrere der kleinen Tüten verteilt. Diesen Trend scheint Rewe nun beheben zu wollen.

Die Abschaffung der Plastiktüte und der neue Test zum Knotenbeutel sind nicht die einzigen Anstrengungen, die Rewe unternimmt, um Plastikmüll zu reduzieren. So soll es Bananen ab November nur noch ohne Folienverpackung geben.

„Natural Branding“ bei Avocados und Süßkartoffeln

Im „Rewe Bio“-Sortiment arbeitet der Lebensmittelhändler zudem bei Avocados und Süßkartoffeln mit „Natural Branding“. Dabei wird das Logo nicht aufgeklebt, sondern per Lichtstrahl eingraviert. (cho/ac)