Airbags

VW ruft in China fast 4,9 Millionen Fahrzeuge zurück

Einer der größten Wirtschaftsskandale Asiens belastet nun auch Volkswagen. Defekte Airbags aus Japan müssen wohl getauscht werden.

Volkswagen erhöht Investitionen in Elektromobilität massiv

VW-Chef Matthias Müller kündigte an, dass der Konzers bis spätestens 2030 sein gesamtes Modellangebot elektrifizieren will.
Di, 12.09.2017, 11.37 Uhr

Volkswagen erhöht Investitionen in Elektromobilität massiv

Beschreibung anzeigen

Peking/Wolfsburg.  Wegen fehlerhafter Airbags muss Volkswagen wohl fast 4,9 Millionen Autos zurückrufen. Die Airbags stammen vom japanischen Krisen-Fabrikant Takata, wie die chinesische Qualitätsaufsicht (AQSIQ) am Donnerstag auf ihrer Website mitteilte.

Nach Angaben von Volkswagen sind Modelle der Gemeinschaftsunternehmen FAW-VW, SAIC-VW und FAW-Audi betroffen, außerdem Import-Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. Laut Behördenangaben wird die entsprechende Service-Aktion im März 2018 beginnen.

Keine Berichte über tatsächlich defekte Airbags bei VW-Autos

Die Highlights der IAA 2017 im Video

Bei der IAA 2017 in Frankfurt präsentiert sich die Autobranche als hätte es den Diesel-Skandal nicht gegeben. Zwar gibt es einige Elektro-Modelle aber auch PS-starke Sportwagen.
Die Highlights der IAA 2017 im Video

Bisher sei weltweit kein Fall eines fehlerhaften Takata-Frontairbags in einem Auto des Volkswagen-Konzerns bekannt, betonte der Autobauer. Mit dem Rückruf kämen die Unternehmen einer Forderung der chinesischen Behörde nach.

Neben VW mussten viele andere Autobauer weltweit Millionen Wagen zurückrufen, bei denen mangelhafte Airbags von Takata überprüft und repariert werden sollen. Takata-Airbags mit dem Stoff Ammoniumnitrat konnten bei langer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit falsch auslösen und wurden in den USA für mehrere Todesfälle verantwortlich gemacht. Takata hat wegen des Vorwurfs, Risiken verschwiegen und Sicherheitstests manipuliert zu haben, eine Milliardenstrafe in den USA akzeptiert.

Merkel: Autoindustrie muss Vertrauen so schnell wie möglich zurückgewinnen

Die Autoindustrie habe Regelungslücken exzessiv ausgenutzt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Automesse IAA in Frankfurt.
Merkel: Autoindustrie muss Vertrauen so schnell wie möglich zurückgewinnen

Unter der Last der hohen Kosten für Rückrufe und Rechtskonflikte meldete das 1933 gegründete Unternehmen Ende Juni Insolvenz in Japan und den USA an. Es ist eine der größten Pleiten in Japans Wirtschaftsgeschichte. (dpa)

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.