Berlin

Studie: Kinderreiche Familien nützen den Staatsfinanzen

Berlin.  Kinderreiche Familien fordern mehr Unterstützung von Staat und Wirtschaft in Deutschland. Dass heute weniger Kinder zur Welt kommen als vor Jahrzehnten, beruhe zum größten Teil darauf, dass die Zahl kinderreicher Familien sinke, weniger darauf, dass mehr Frauen als früher gar keine Kinder bekommen, hob der Verband kinderreicher Familien Deutschland am Donnerstag in Berlin hervor.

Wenn Eltern drei und mehr Kinder bekommen, könne sich das für den deutschen Staat lohnen, errechnete das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die Kinder zahlten im Laufe ihres Lebens über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge mehr ein, als sie den Staat kosten – sofern sie eine Berufsausbildung absolvierten. „Nur wenn es gelingt allen Kindern aus Mehrkindfamilien eine gute Ausbildung zu ermöglichen, können diese ihre volkswirtschaftlichen Potenziale voll entfalten“, sagt Axel Plünnecke, Leiter des Kompetenzfelds Bildung, Zuwanderung und Innovation beim IW Köln. Das Institut empfiehlt Firmen, Traineeprogramme für Berufsanfänger mit Kind sowie Qualifizierungsangebote für den Wiedereinstieg anzubieten. Der Staat solle eine frühe Familiengründung durch Betreuungsangebote erleichtern und Familien beim Wohnungskauf unterstützen.