Geschäftsreisen

Laptop-Verbot auf US-Flügen würde Millionen Euro kosten

Ein Verbot von Laptops und Tablets bei Flügen in die USA würde die Passagiere nicht nur sehr ärgern. Es könnte auch ins Geld gehen.

Laptop-Verbot auf Flügen: Darum könnte der Bann Millionen kosten

Das von der US-Regierung erwogene Laptop-Verbot auf Transatlantikflügen könnte für die deutsche Wirtschaft teuer werden.
Di, 16.05.2017, 16.43 Uhr

Laptop-Verbot auf Flügen: Darum könnte der Bann Millionen kosten

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Frankfurt/Main.  Das von der US-Regierung erwogene Laptop-Verbot auf Transatlantikflügen könnte für die deutsche Wirtschaft teuer werden. Der Geschäftsreiseverband VDR warnt vor Buchungsrückgängen und deutlichen Produktivitätsverlusten, wenn Manager auf ihren Flügen in die USA ihre Rechner und andere größere Elektronikgeräte nicht mehr mit in die Kabine nehmen dürften. "Bei sehr konservativer Kalkulation kommen wir bei jährlich rund 720.000 Geschäftsreisenden in die USA auf einen Produktivitätsverlust von mindestens 160 Millionen Euro", sagte Biehl der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Sollte der vom US-Heimatschutz geprüfte Laptop-Bann auch für Starts aus der EU kommen, müssten die Firmen zwangsläufig die USA-Reisen ihrer Mitarbeiter auf den Prüfstand stellen und würden möglicherweise auf elektronische Kommunikationswege umsteuern, sagte der Geschäftsreisen-Experte. Buchungsrückgänge für die Fluggesellschaften seien dann unausweichlich.

Im März hatten die USA bereits einen Elektronikverbot für Flüge aus dem Mittleren Osten und der Türkei verhängt, um Sprengstoffanschläge zu verhindern. (dpa)

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