Frankfurt/Main

Deutsche Bank zahlt Milliardenbuße in den USA

Frankfurt/Main.  Die Deutsche Bank kommt im Streit um dubiose Hypothekengeschäfte in den USA mit einem blauen Auge davon. Deutschlands größtes Geldhaus zahlt 3,1 Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) als Zivilbuße; über mehrere Jahre gestreckt kommen 4,1 Milliarden Dollar an finanziellen Erleichterungen für Kreditnehmer in den USA hinzu. Auf diesen Vergleich mit der US-Justiz einigte sich das Institut nach monatelangen Verhandlungen, wie die Bank mitteilte.

Die scheidende US-Regierung von Barack Obama hatte in den Verhandlungen mit Banken zuletzt aufs Tempo gedrückt. Nur wenige Stunden nach der Einigung mit der Deutschen Bank verkündete auch der Schweizer Rivale Credit Suisse einen Vergleich wegen fragwürdiger Hypothekendeals, der mit 5,3 Milliarden Dollar Strafe und Ausgleich ein Stück niedriger ausfällt. Dagegen sehen sich US-Regierung und die britische Großbank Barclays in einem ähnlichen Fall vor Gericht wieder.

Für einen Teil der Summe hatte die Deutsche Bank bereits Geld zurückgelegt – allerdings nicht genug. Die Strafgeldzahlung werde das Ergebnis im vierten Quartal mit etwa 1,17 Milliarden US-Dollar vor Steuern belasten, hieß es. Das ist finanziell noch zu verkraften: Die Frankfurter haben in den ersten neun Monaten des Jahres vor Steuern 1,6 Milliarden Euro verdient.