Moskau

[Zusammenfassung] Putin sieht Eroberung von Aleppo als „größte Rettungsaktion“

Moskau. Russland will die Nachkriegsordnung für Syrien mit den USA abstimmen. Zwar sei die neue Dreierkooperation Moskaus mit Ankara und Teheran im syrischen Krieg hilfreich, sagte Präsident Wladimir Putin bei seiner Jahrespressekonferenz. „Aber es wäre nicht richtig, solche Fragen ohne die USA zu entscheiden.“ Es habe aber noch keine Kontakte mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Trump zu Syrien gegeben.

Auch die US-Wahl, die Lage in Europa und russische Innenpolitik kamen bei dem fast vierstündigen Fragemarathon vor 1400 Journalisten zur Sprache. In Syrien unterstützen die russische Luftwaffe und iranische Milizen den Präsidenten Baschar al-Assad und beherrschen militärisch die Lage am Boden. Putin stellte die Rückeroberung Aleppos, die vom Westen wegen der vielen zivilen Opfer kritisiert wurde, ganz anders dar: „Das war die größte, ich will das betonen, damit es alle hören, das war die größte humanitäre internationale Rettungsaktion der Neuzeit.“ 100 000 Menschen seien aus der jahrelang umkämpften Stadt gebracht worden. Syrien brauche jetzt überall im Land Waffenstillstände, auf denen dann eine politische Lösung aufbauen könne, sagte der Kremlchef.