Washington

Einigung erzielt: VW entschädigt weitere US-Kunden

Washington. Volkswagen hat nach monatelangem Ringen in den USA einen Kompromiss über die Entschädigung von mehr als 80.000 Kunden mit umweltbelastenden großen Dieselautos erzielt. Der im vierten Anlauf am Bezirksgericht in San Francisco erzielte Durchbruch sieht vor, dass der Konzern etwa 20.000 Fahrzeuge mit Drei-Liter-Motoren zurückkauft und die anderen umrüstet, sobald die Behörden die Freigabe dafür erteilen. Die Eigner aller betroffenen Fahrzeuge sollten eine „erhebliche Entschädigung“ erhalten, kündigte Richter Charles Breyer am Dienstag an.

Die VW-Tochter Audi hatte vergangenes Jahr zugegeben, eine nach US-Recht als illegal geltende Software bei Sechszylinder-Diesel-Motoren mit drei Litern Hubraum eingebaut zu haben, um die Abgaswerte zu manipulieren. Die Premiumtochter des Wolfsburger Konzerns ist für die Entwicklung von großen Motoren mit drei Litern Hubraum zuständig, die auch in Geländewagen von VW und Porsche eingebaut sind.

Bereits am Montag hatte sich Volkswagen in Kanada mit Klägern auf bis zu 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,5 Milliarden Euro) an Schadensersatz für manipulierte Dieselautos mit Zwei-Liter-Motoren verständigt. VW hatte bereits im Sommer in den USA in den USA eine Einigung für rund 475.000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motor mit einer illegalen Abschalteinrichtung erzielt. Allein dieser Kompromiss kostet Volkswagen bis zu 16,5 Milliarden Dollar.