Berlin

Wieder Chefwechsel bei Air Berlin

Thomas Winkelmann soll Fluglinie ab Februar aus der Verlustzone führen. Vorgänger Pichler gibt Posten abThomas Winkelmann soll Fluglinie ab Februar aus der Verlustzone führen. Vorgänger Pichler gibt Posten abThomas Winkelmann soll Fluglinie ab Februar aus der Verlustzone führen. Vorgänger Pichler gibt Posten abThomas Winkelmann soll Fluglinie ab Februar aus der Verlustzone führen. Vorgänger Pichler gibt Posten abThomas Winkelmann soll Fluglinie ab Februar aus der Verlustzone führen. Vorgänger Pichler gibt Posten ab

Berlin.  Eigentlich wollte Stefan Pichler das Steuer umreißen. Als der Manager vor knapp zwei Jahren an die Spitze von Air Berlin wechselte, versprach der 59-Jährige, die zweitgrößte Fluglinie wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Doch von diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gesellschaft weit entfernt. Stattdessen flog die Airline 2015 unter seiner Leitung in einen Rekordverlust von 446,6 Millionen Euro.

Dass die Fluggesellschaft nicht längst finanziell abstürzte, verdankt sie vor allem ihrem Großaktionär und Partner, der Fluggesellschaft Etihad, die seit Jahren immer wieder hohe Millionenbeträge zuschießt. Doch den Arabern ist nun offenbar ebenfalls der Geduldsfaden gerissen – mit entsprechenden Konsequenzen: Stefan Pichler hat „sich dazu entschlossen“, seinen Posten Ende Januar 2017 aufzugeben und wieder in seine Heimat Australien zurückzukehren, teilte Air Berlin mit. Der Lufthansa-Manager und langjährige Germanwings-Chef Thomas Winkelmann soll ab Februar die Führung übernehmen.

Dem Aufsichtsrat fiel die Entscheidung in einer eilig anberaumten Sondersitzung am Sonntag offenbar nicht schwer. Nach kurzer Beratung stimmten die Aufseher für die Neubesetzung des Vorstands. Es ist bereits der vierte Chefwechsel innerhalb von fünf Jahren, nachdem der langjährige Gründer und Firmenchef Joachim Hunold abtrat. Sowohl seine Nachfolger Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn, Wolfgang Prock-Schauer und nun Stefan Pichler konnten nicht die gewünschte Trendwende erbringen.

Der Handelsdruck ist groß: Air Berlin schreibt nicht nur seit Jahren tiefrote Zahlen, sondern sitzt zudem auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Euro. Als Grund für die Krise gilt der schnelle Expansionskurs. Die Fluglinie bewegte sich durch Übernahmen auf zu vielen Geschäftsfeldern, ohne diese jemals richtig zu integrieren. Air Berlin stieg so zwar zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa auf, doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Für die Aktionäre war die Investition erst Recht ein Desaster. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren stürzte die Aktie von ihrem Rekordhoch 2007 mit rund 20 Euro auf heute gerade mal 57 Cent ab – und ist ein Pennystock.

Der frühere Thomas-Cook-Manager Pichler wollte bei seinem Amtsantritt im Februar 2015 Air Berlin auf das Touristikgeschäft konzentrieren. Doch seine Strategie fiel bei Etihad, die seit 2012 knapp 30 Prozent der Anteile an der Fluglinie hält, durch. Das Verhältnis zu den Scheichs aus Abu Dhabi galt seither bereits als zerrüttet. Auch am jüngste Sanierungskurs für Air Berlin, der Ende September vorgestellt wurde, soll Pichler nur noch am Rande mitgewirkt haben, wie zu hören ist. Die Kernpunkte sollen bei Tui und Ethihad entwickelt worden sein.

Nun soll Thomas Winkelmann die Restrukturierung fortsetzen. Um die Trendwende zu erreichen, schmieden die Berliner ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ferienflieger Tuifly, vermieten ab Februar 38 Flugzeuge samt Personal an den Lufthansa-Konzern – insbesondere an deren Billigableger Eurowings. Zudem soll die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit der deutschen Fluglinie Tuifly des Reisekonzerns Tui einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden. Die neue Air Berlin konzentriert sich unterdessen auf die Entwicklung ihres Langstrecken-Netzwerks mit 75 Flugzeugen ab Berlin und Düsseldorf. 1200 der 8600 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

In der Umstrukturierung liegt wohl auch entscheidender Grund für die Neubesetzung.

Thomas Winkelmann gilt nicht nur als erfahrende Luftfahrtmanager. 18 Jahre lang arbeitete er bei Lufthansa. Er war für den Vertrieb in Südamerika verantwortlich, führte die Billigflieger-Tochter Germanwings und leitet derzeit das Lufthansa Drehkreuz München. Er kennt sich im Premium- und Billigpreissektor aus. Zudem soll er dafür sorgen, wie Insider meinen, dass Air Berlin nicht führerlos wird und die Flugzeugvermietung an Lufthansa gelingt.

„Lufthansa und Air Berlin werden in Zukunft noch enger zusammenrücken“, ist Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte und Vize-Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, überzeugt. Der Wechsel dürfte auch ganz im Sinne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein, oder sogar von ihm vorangetrieben. Als Spohr vergangene Woche das Leasinggeschäft und gemeinsame Codeshare-Flüge mit Etihad bekanntgab, kündigte er bereits an, dass er sich vorstellen könne, „unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten.“ Könnte also eine Zusammenarbeit im Linienflugbereich folgen?

„ Alles, was Air Berlin als Fluggesellschaft sichert, ist auch für die Verbraucher gut“, meint Schellenberg. „Die Konkurrenz auf den innerdeutschen Strecken ist wichtig, damit die Preise nicht unverhältnismäßig in die Höhe schnellen.“ Noch muss das Kartellamt der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Etihad zustimmen. Klar sei schon heute, so der Luftfahrtexperte: „Das Kartellamt muss künftig darauf achten, dass es zwischen den Airlines keine Preisabsprachen gibt.“

Eigentlich wollte Stefan Pichler das Steuer umreißen. Als der Manager vor knapp zwei Jahren an die Spitze von Air Berlin wechselte, versprach der 59-Jährige , die zweitgrößte Fluglinie wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Doch von diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gesellschaft weit entfernt. Statt dessen flog die Airline 2015 unter seiner Leitung in einen Rekordverlust von 446,6 Millionen Euro.

Dass die Fluggesellschaft nicht längst finanziell abstürzte, verdankt sie vor allem ihrem Großaktionär und Partner, der Fluggesellschaft Etihad, die seit Jahren immer wieder hohe Millionenbeträge zuschießt. Doch den Arabern ist nun offenbar ebenfalls der Geduldsfaden gerissen – mit entsprechenden Konsequenzen: Stefan Pichler hat „sich dazu entschlossen“, seinen Posten Ende Januar 2017 aufzugeben und wieder in seine Heimat Australien zurückzukehren, teilte Air Berlin mit. Der Lufthansa-Manager und langjährige Germanwings-Chef Thomas Winkelmann soll ab Februar die Führung übernehmen.

Dem Aufsichtsrat fiel die Entscheidung in einer eilig anberaumten Sondersitzung am Sonntag offenbar nicht schwer. Nach kurzer Beratung stimmten die Aufseher für die Neubesetzung des Vorstands. Es ist bereits der vierte Chefwechsel innerhalb von fünf Jahren, nachdem der langjährige Gründer und Firmenchef Joachim Hunold abtrat. Sowohl seine Nachfolger Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn, Wolfgang Prock-Schauer und nun Stefan Pichler konnten nicht die gewünschte Trendwende erbringen.

Der Handelsdruck ist groß: Air Berlin schreibt nicht nur seit Jahren tiefrote Zahlen, sondern sitzt zudem auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Euro. Als Grund für die Krise gilt der schnelle Expansionskurs. Die Fluglinie bewegte sich durch Übernahmen auf zu vielen Geschäftsfeldern, ohne diese jemals richtig zu integrieren. Air Berlin stieg so zwar zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa auf, doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Für die Aktionäre war die Investition erst Recht ein Desaster. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren stürzte die Aktie von ihrem Rekordhoch 2007 mit rund 20 Euro auf heute gerade mal 57 Cent ab – und ist ein Pennystock.

Der frühere Thomas-Cook-Manager Pichler wollte bei seinem Amtsantritt im Februar 2015 Air Berlin auf das Touristikgeschäft konzentrieren. Doch seine Strategie fiel bei Etihad, die seit 2012 knapp 30 Prozent der Anteile an der Fluglinie hält, durch. Das Verhältnis zu den Scheichs aus Abu Dhabi galt seither bereits als zerrüttet. Auch am jüngste Sanierungskurs für Air Berlin, der Ende September vorgestellt wurde, soll Pichler nur noch am Rande mitgewirkt haben, wie zu hören ist. Die Kernpunkte sollen bei TUI und Ethihad entwickelt worden sein.

Nun soll Thomas Winkelmann die Restrukturierung fortsetzen. Um die Trendwende zu erreichen, schmieden die Berliner ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ferienflieger TUIfly, vermieten ab Februar 38 Flugzeuge samt Personal an den Lufthansa-Konzern - insbesondere an deren Billigableger Eurowings. Zudem soll die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit der deutschen Fluglinie Tuifly des Reisekonzerns Tui einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden. Die neue Air Berlin konzentriert sich unterdessen auf die Entwicklung ihres Langstrecken-Netzwerks mit 75 Flugzeugen ab Berlin und Düsseldorf. 1200 der 8600 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

In der Umstrukturierung liegt wohl auch entscheidender Grund für die Neubesetzung.

Thomas Winkelmann gilt nicht nur als erfahrende Luftfahrtmanager. 18 Jahre lang arbeitete er bei Lufthansa. Er war für den Vertrieb in Südamerika verantwortlich, führte die Billigflieger-Tochter Germanwings und leitet derzeit das Lufthansa Drehkreuz München. Er kennt sich im Premium- und Billigpreissektor aus. Zudem soll er dafür sorgen, wie Insider meinen, dass Air Berlin nicht führerlos wird und die Flugzeugvermietung an Lufthansa gelingt.

„Lufthansa und Air Berlin werden in Zukunft noch enger zusammenrücken“, ist Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte und Vize-Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, überzeugt. Der Wechsel dürfte auch ganz im Sinne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein, oder sogar von ihm vorangetrieben. Als Spohr vergangene Woche das Leasinggeschäft und gemeinsame Codeshare-Flüge mit Etihad bekanntgab, kündigte er bereits an, dass er sich vorstellen könne, „unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten.“ Könnte also eine Zusammenarbeit im Linienflugbereich folgen?

„ Alles, was Air Berlin als Fluggesellschaft sichert, ist auch für die Verbraucher gut“, meint Schellenberg. „Die Konkurrenz auf den innerdeutschen Strecken ist wichtig, damit die Preise nicht unverhältnismäßig in die Höhe schnellen.“ Noch muss das Kartellamt der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Etihad zustimmen. Klar sei schon heute, so der Luftfahrtexperte: „Das Kartellamt muss künftig darauf achten, dass es zwischen den Airlines keine Preisabsprachen gibt.“

Eigentlich wollte Stefan Pichler das Steuer umreißen. Als der Manager vor knapp zwei Jahren an die Spitze von Air Berlin wechselte, versprach der 59-Jährige , die zweitgrößte Fluglinie wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Doch von diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gesellschaft weit entfernt. Statt dessen flog die Airline 2015 unter seiner Leitung in einen Rekordverlust von 446,6 Millionen Euro.

Dass die Fluggesellschaft nicht längst finanziell abstürzte, verdankt sie vor allem ihrem Großaktionär und Partner, der Fluggesellschaft Etihad, die seit Jahren immer wieder hohe Millionenbeträge zuschießt. Doch den Arabern ist nun offenbar ebenfalls der Geduldsfaden gerissen – mit entsprechenden Konsequenzen: Stefan Pichler hat „sich dazu entschlossen“, seinen Posten Ende Januar 2017 aufzugeben und wieder in seine Heimat Australien zurückzukehren, teilte Air Berlin mit. Der Lufthansa-Manager und langjährige Germanwings-Chef Thomas Winkelmann soll ab Februar die Führung übernehmen.

Dem Aufsichtsrat fiel die Entscheidung in einer eilig anberaumten Sondersitzung am Sonntag offenbar nicht schwer. Nach kurzer Beratung stimmten die Aufseher für die Neubesetzung des Vorstands. Es ist bereits der vierte Chefwechsel innerhalb von fünf Jahren, nachdem der langjährige Gründer und Firmenchef Joachim Hunold abtrat. Sowohl seine Nachfolger Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn, Wolfgang Prock-Schauer und nun Stefan Pichler konnten nicht die gewünschte Trendwende erbringen.

Der Handelsdruck ist groß: Air Berlin schreibt nicht nur seit Jahren tiefrote Zahlen, sondern sitzt zudem auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Euro. Als Grund für die Krise gilt der schnelle Expansionskurs. Die Fluglinie bewegte sich durch Übernahmen auf zu vielen Geschäftsfeldern, ohne diese jemals richtig zu integrieren. Air Berlin stieg so zwar zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa auf, doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Für die Aktionäre war die Investition erst Recht ein Desaster. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren stürzte die Aktie von ihrem Rekordhoch 2007 mit rund 20 Euro auf heute gerade mal 57 Cent ab – und ist ein Pennystock.

Der frühere Thomas-Cook-Manager Pichler wollte bei seinem Amtsantritt im Februar 2015 Air Berlin auf das Touristikgeschäft konzentrieren. Doch seine Strategie fiel bei Etihad, die seit 2012 knapp 30 Prozent der Anteile an der Fluglinie hält, durch. Das Verhältnis zu den Scheichs aus Abu Dhabi galt seither bereits als zerrüttet. Auch am jüngste Sanierungskurs für Air Berlin, der Ende September vorgestellt wurde, soll Pichler nur noch am Rande mitgewirkt haben, wie zu hören ist. Die Kernpunkte sollen bei TUI und Ethihad entwickelt worden sein.

Nun soll Thomas Winkelmann die Restrukturierung fortsetzen. Um die Trendwende zu erreichen, schmieden die Berliner ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ferienflieger TUIfly, vermieten ab Februar 38 Flugzeuge samt Personal an den Lufthansa-Konzern - insbesondere an deren Billigableger Eurowings. Zudem soll die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit der deutschen Fluglinie Tuifly des Reisekonzerns Tui einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden. Die neue Air Berlin konzentriert sich unterdessen auf die Entwicklung ihres Langstrecken-Netzwerks mit 75 Flugzeugen ab Berlin und Düsseldorf. 1200 der 8600 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

In der Umstrukturierung liegt wohl auch entscheidender Grund für die Neubesetzung.

Thomas Winkelmann gilt nicht nur als erfahrende Luftfahrtmanager. 18 Jahre lang arbeitete er bei Lufthansa. Er war für den Vertrieb in Südamerika verantwortlich, führte die Billigflieger-Tochter Germanwings und leitet derzeit das Lufthansa Drehkreuz München. Er kennt sich im Premium- und Billigpreissektor aus. Zudem soll er dafür sorgen, wie Insider meinen, dass Air Berlin nicht führerlos wird und die Flugzeugvermietung an Lufthansa gelingt.

„Lufthansa und Air Berlin werden in Zukunft noch enger zusammenrücken“, ist Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte und Vize-Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, überzeugt. Der Wechsel dürfte auch ganz im Sinne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein, oder sogar von ihm vorangetrieben. Als Spohr vergangene Woche das Leasinggeschäft und gemeinsame Codeshare-Flüge mit Etihad bekanntgab, kündigte er bereits an, dass er sich vorstellen könne, „unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten.“ Könnte also eine Zusammenarbeit im Linienflugbereich folgen?

„ Alles, was Air Berlin als Fluggesellschaft sichert, ist auch für die Verbraucher gut“, meint Schellenberg. „Die Konkurrenz auf den innerdeutschen Strecken ist wichtig, damit die Preise nicht unverhältnismäßig in die Höhe schnellen.“ Noch muss das Kartellamt der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Etihad zustimmen. Klar sei schon heute, so der Luftfahrtexperte: „Das Kartellamt muss künftig darauf achten, dass es zwischen den Airlines keine Preisabsprachen gibt.“

Eigentlich wollte Stefan Pichler das Steuer rumreißen. Als der Manager vor knapp zwei Jahren an die Spitze von Air Berlin wechselte, versprach der 59-Jährige, die Airline wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Doch von diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gesellschaft bis heute weit entfernt. Stattdessen erzielte das Unternehmen 2015 unter seiner Ägide den höchsten Verlust von 446,6 Millionen Euro.

Dass die Fluggesellschaft nicht längst finanziell abstürzte, verdankt sie vor allem ihrem Großaktionär und Partner, der Fluggesellschaft Etihad, die seit Jahren immer wieder hohe Millionenbeträge zuschießt. Doch den Arabern ist nun offenbar ebenfalls der Geduldsfaden gerissen – mit entsprechenden Konsequenzen: Stefan Pichler hat „sich dazu entschlossen“, seinen Posten Ende Januar 2017 aufzugeben und wieder in seine Heimat Australien zurückzukehren, teilte Air Berlin mit. Der Lufthansa-Manager und langjährige Germanwings-Chef Thomas Winkelmann soll ab Februar die Führung übernehmen.

Dem Aufsichtsrat fiel die Entscheidung in einer eilig anberaumten Sondersitzung am Sonntag wohl nicht schwer. Nach kurzer Beratung stimmten die Aufseher für die Neubesetzung des Vorstands. Es ist bereits der vierte Chefwechsel innerhalb von fünf Jahren, nachdem der langjährige Gründer und Firmenchef Joachim Hunold abtrat. Sowohl seine Nachfolger Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn als auch Wolfgang Prock-Schauer und nun Stefan Pichler konnten nicht die gewünschte Trendwende bringen.

Der Handelsdruck ist groß: Air Berlin schreibt nicht nur seit Jahren tiefrote Zahlen, sondern sitzt zudem auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Euro. Als Grund für die Krise gilt der schnelle Expansionskurs. Die Fluglinie bewegte sich durch Übernahmen auf zu vielen Geschäftsfeldern, ohne diese jemals richtig integriert zu haben. Air Berlin stieg so zwar zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa auf, doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Für die Aktionäre war die Investition erst recht ein Desaster. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren stürzte die Aktie von ihrem Rekordhoch 2007 mit rund 20 Euro auf heute gerade mal 57 Cent ab – und ist ein Pennystock.

Der frühere Thomas-Cook-Manager Pichler wollte bei seinem Amtsantritt im Februar 2015 Air Berlin auf das Touristikgeschäft konzentrieren. Doch seine Strategie fiel bei Etihad, die seit 2012 knapp 30 Prozent der Anteile an der Fluglinie hält, durch. Das Verhältnis zu den Scheichs aus Abu Dhabi galt seither bereits als zerrüttet. Auch am jüngsten Sanierungskurs für Air Berlin, der Ende September vorgestellt wurde, soll Pichler nur noch am Rande mitgewirkt haben, wie zu hören ist. Die Kernpunkte sollen bei Tui und Etihad entwickelt worden sein.

Nun soll Thomas Winkelmann diese bereits präsentierte Restrukturierung fortsetzen. Dazu gehören mehrere Maßnahmen. Air Berlin vermietet ab Februar 38 Flugzeuge samt Personal an den Lufthansa-Konzern und dessen Billigtochter Eurowings. Zudem soll die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit der deutschen Fluglinie Tuifly des Reisekonzerns Tui einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden. Die neue Air Berlin konzentriert sich wiederum auf die Entwicklung ihres Langstrecken-Netzwerks mit 75 Flugzeugen ab Berlin und Düsseldorf. Darüber hinaus sollen 1200 der 8600 Arbeitsplätze abgebaut werden.

In der geplanten neuen Struktur liegt wohl auch ein entscheidender Grund für die Personalwahl: Thomas Winkelmann gilt nicht nur als erfahrende Luftfahrtmanager. 18 Jahre lang arbeitete er bei Lufthansa, kennt das Unternehmen wie seine Jackentasche. Er war für den Vertrieb in Südamerika verantwortlich, führte die Billigflieger-Tochter Germanwings und leitet derzeit das Lufthansa-Drehkreuz München. Er kennt sich im Premium- und Billigpreissektor aus. Zudem soll er dafür sorgen, wie Insider meinen, dass die Flugzeugvermietung an Lufthansa gelingt.

Der Wechsel dürfte ganz im Sinne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein oder sogar von ihm vorangetrieben worden sein. Als Spohr vergangene Woche das Leasinggeschäft und gemeinsame Codeshareflüge mit Etihad bekannt gab, kündigte er bereits an, dass er sich vorstellen könne, „unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten“.

Könnte also auch eine Kooperation im Linienflugbereich folgen? „Lufthansa und Air Berlin werden in Zukunft noch enger zusammenrücken“, ist Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte und Vizepräsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, überzeugt. Wo, werde sich zeigen. „Alles, was Air Berlin als Fluggesellschaft sichert, ist auch für die Verbraucher gut“, meint Schellenberg. „Die Konkurrenz auf den innerdeutschen Strecken ist wichtig, damit die Preise nicht unverhältnismäßig in die Höhe schnellen.“ Noch muss jedoch das Kartellamt der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Etihad erst zustimmen. Klar sei schon heute, so der Luftfahrtexperte: „Das Kartellamt muss künftig darauf achten, dass es zwischen den Airlines keine Preisabsprachen gibt.“

Eigentlich wollte Stefan Pichler das Steuer umreißen. Als der Manager vor knapp zwei Jahren an die Spitze von Air Berlin wechselte, versprach der 59-Jährige , die zweitgrößte Fluglinie wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Doch von diesem ehrgeizigen Ziel ist die Gesellschaft weit entfernt. Statt dessen flog die Airline 2015 unter seiner Leitung in einen Rekordverlust von 446,6 Millionen Euro.

Dass die Fluggesellschaft nicht längst finanziell abstürzte, verdankt sie vor allem ihrem Großaktionär und Partner, der Fluggesellschaft Etihad, die seit Jahren immer wieder hohe Millionenbeträge zuschießt. Doch den Arabern ist nun offenbar ebenfalls der Geduldsfaden gerissen – mit entsprechenden Konsequenzen: Stefan Pichler hat „sich dazu entschlossen“, seinen Posten Ende Januar 2017 aufzugeben und wieder in seine Heimat Australien zurückzukehren, teilte Air Berlin mit. Der Lufthansa-Manager und langjährige Germanwings-Chef Thomas Winkelmann soll ab Februar die Führung übernehmen.

Dem Aufsichtsrat fiel die Entscheidung in einer eilig anberaumten Sondersitzung am Sonntag offenbar nicht schwer. Nach kurzer Beratung stimmten die Aufseher für die Neubesetzung des Vorstands. Es ist bereits der vierte Chefwechsel innerhalb von fünf Jahren, nachdem der langjährige Gründer und Firmenchef Joachim Hunold abtrat. Sowohl seine Nachfolger Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn, Wolfgang Prock-Schauer und nun Stefan Pichler konnten nicht die gewünschte Trendwende erbringen.

Der Handelsdruck ist groß: Air Berlin schreibt nicht nur seit Jahren tiefrote Zahlen, sondern sitzt zudem auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Euro. Als Grund für die Krise gilt der schnelle Expansionskurs. Die Fluglinie bewegte sich durch Übernahmen auf zu vielen Geschäftsfeldern, ohne diese jemals richtig zu integrieren. Air Berlin stieg so zwar zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nach Lufthansa auf, doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Für die Aktionäre war die Investition erst Recht ein Desaster. Seit dem Börsengang vor zehn Jahren stürzte die Aktie von ihrem Rekordhoch 2007 mit rund 20 Euro auf heute gerade mal 57 Cent ab – und ist ein Pennystock.

Der frühere Thomas-Cook-Manager Pichler wollte bei seinem Amtsantritt im Februar 2015 Air Berlin auf das Touristikgeschäft konzentrieren. Doch seine Strategie fiel bei Etihad, die seit 2012 knapp 30 Prozent der Anteile an der Fluglinie hält, durch. Das Verhältnis zu den Scheichs aus Abu Dhabi galt seither bereits als zerrüttet. Auch am jüngste Sanierungskurs für Air Berlin, der Ende September vorgestellt wurde, soll Pichler nur noch am Rande mitgewirkt haben, wie zu hören ist. Die Kernpunkte sollen bei TUI und Ethihad entwickelt worden sein.

Nun soll Thomas Winkelmann die Restrukturierung fortsetzen. Um die Trendwende zu erreichen, schmieden die Berliner ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ferienflieger TUIfly, vermieten ab Februar 38 Flugzeuge samt Personal an den Lufthansa-Konzern - insbesondere an deren Billigableger Eurowings. Zudem soll die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki zusammen mit der deutschen Fluglinie Tuifly des Reisekonzerns Tui einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden. Die neue Air Berlin konzentriert sich unterdessen auf die Entwicklung ihres Langstrecken-Netzwerks mit 75 Flugzeugen ab Berlin und Düsseldorf. 1200 der 8600 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

In der Umstrukturierung liegt wohl auch entscheidender Grund für die Neubesetzung.

Thomas Winkelmann gilt nicht nur als erfahrende Luftfahrtmanager. 18 Jahre lang arbeitete er bei Lufthansa. Er war für den Vertrieb in Südamerika verantwortlich, führte die Billigflieger-Tochter Germanwings und leitet derzeit das Lufthansa Drehkreuz München. Er kennt sich im Premium- und Billigpreissektor aus. Zudem soll er dafür sorgen, wie Insider meinen, dass Air Berlin nicht führerlos wird und die Flugzeugvermietung an Lufthansa gelingt.

„Lufthansa und Air Berlin werden in Zukunft noch enger zusammenrücken“, ist Cord Schellenberg, Luftfahrtexperte und Vize-Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs, überzeugt. Der Wechsel dürfte auch ganz im Sinne von Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein, oder sogar von ihm vorangetrieben. Als Spohr vergangene Woche das Leasinggeschäft und gemeinsame Codeshare-Flüge mit Etihad bekanntgab, kündigte er bereits an, dass er sich vorstellen könne, „unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten.“ Könnte also eine Zusammenarbeit im Linienflugbereich folgen?

„ Alles, was Air Berlin als Fluggesellschaft sichert, ist auch für die Verbraucher gut“, meint Schellenberg. „Die Konkurrenz auf den innerdeutschen Strecken ist wichtig, damit die Preise nicht unverhältnismäßig in die Höhe schnellen.“ Noch muss das Kartellamt der engeren Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Etihad zustimmen. Klar sei schon heute, so der Luftfahrtexperte: „Das Kartellamt muss künftig darauf achten, dass es zwischen den Airlines keine Preisabsprachen gibt.“