Berlin

IW-Herbstumfrage: Schwaches Wachstum erwartet

Berlin. Viele deutsche Unternehmen erwarten für 2017 einen moderaten Zuwachs bei Produktion und Beschäftigung. Dabei unterscheiden sich die Perspektiven für West- und Ostdeutschland kaum. Dies geht aus der Herbstumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor, die dieser Zeitung vorliegt. „Die IW-Konjunkturumfrage signalisiert für das Jahr 2017 insgesamt ein schwaches Wachstum in Deutschland“, berichtet der Leiter der Konjunkturforschung, Michael Grömling. Für die Studie wurden rund 3000 Unternehmen aus der Industrie, dem Baugewerbe und Dienstleistungssektor befragt.

Mindestens jedes vierte Unternehmen will 2017 neue Arbeitsplätze schaffen: In Westdeutschland planen dies 29 Prozent, im Osten 26 Prozent. Die mit Abstand stärksten Beschäftigungsimpulse kommen laut Umfrage aus dem Dienstleistungssektor. Jedes achte Unternehmen will Jobs abbauen.

Insgesamt rechnen 39 Prozent der westdeutschen und 38 Prozent der ostdeutschen Unternehmen mit einer höheren Produktion. Im Westen erwarten wiederum zwölf Prozent eine rückläufige Entwicklung, im Osten sind dies 16 Prozent. Einen auffälligen Unterschied gibt es im Bausektor: In Westdeutschland setzen 29 Prozent der Baufirmen für 2017 auf ein Produktionsplus und nur sieben Prozent auf eine rückläufige Entwicklung. Im Osten gehen wiederum 18 Prozent am Bau von einem Minus aus, jeder Vierte erwartet ein Plus.