Berlin

Gabriel fordert: Akkus für E-Autos in Europa bauen

Berlin. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine gemeinsame Anstrengung Europas und seiner Autohersteller gefordert, um Akkus für Elektrofahrzeuge selbst herzustellen. „Wir sollten eine große Initiative starten, um eine eigenständige Batteriezellenproduktion und -forschung für alle europäischen Autohersteller aufzubauen“, sagte Gabriel dem „Spiegel“. Daran sollten sich alle infrage kommenden Unternehmen beteiligen. Das Ziel müsse sein, die Autoproduktion in Deutschland und Europa als Leitindustrie zu erhalten. Dabei könne es auch staatliche Hilfen geben. „Bei der Finanzierung könnte den Konzernen der europäische Investitionsfonds zur Seite stehen, den Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aufgelegt hat.“

Die Herstellung von Akkus für Elektrofahrzeuge gilt als Kernkompetenz, um in diesem Bereich auf lange Sicht mithalten zu können. Gabriel hatte wiederholt dafür plädiert, dieses Feld nicht Konkurrenten zu überlassen. BMW-Chef Harald Krüger hatte vor wenigen Tagen erklärt, sein Konzern habe noch nicht endgültige entschieden, ob er in die Akkuproduktion einsteige. „Das müssen wir uns noch angucken.“

Unterdessen rechnet die VW-Sportwagentochter Porsche mit einer großen Nachfrage für ihr erstes rein elektrisches Modell, das 2019 erscheinen soll. „Wir haben den Mission E mit einer Stückzahl in der Größenordnung von etwa 20.000 kalkuliert“, sagte Porsche-Chef Oliver Blume der „Automobilwoche“. Der Sportwagen, der in Stuttgart gebaut wird, soll eine Reichweite von 500 Kilometer haben. Rivale BMW plant laut „Welt am Sonntag“ 2017 eine überarbeitete Variante seines E-Modells i3.