Wolfsburg

VW-Chef Müller kritisiert Verbraucher

Wolfsburg. Volkswagen-Chef Matthias Müller wehrt sich gegen Kritik, dass der Konzern Autobesitzer in Europa im Zuge des Dieselskandals nicht entschädige – anders als in den USA. Die Situation könne man „nicht über einen Kamm scheren“, sagte der Manager in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Den Kunden in Europa entstehe ja kein Nachteil, außerdem seien die rechtlichen und regulatorischen Umstände in den USA komplett anders. Müller ergänzte: „Auf der einen Seite kritisieren viele die amerikanische Gesetzgebung in anderen Zusammenhängen, siehe TTIP. Wenn es aber darum geht, selbst Vorteile daraus zu ziehen, scheint das amerikanische Recht auf einmal der richtige Weg zu sein.“ Auch beim Thema E-Mobilität verhalten sich die Autofahrer nach Ansicht von Müller inkonsequent. Viele handelten im Alltag grün, hätten aber bei der E-Mobilität spitze Finger.