Frankfurt/Main

Allianz denkt über Rückkauf eigener Aktien nach

Frankfurt/Main. Im ersten Halbjahr hat der Umbau des Versicherungskonzerns Allianz noch einige Schwierigkeiten bereitet, jetzt läuft es besser. Sogar die US-Fondstochter Pimco erholt sich: Erstmals seit drei Jahren legten Investoren wieder mehr Geld bei dem kalifornischen Unternehmen an, als sie abzogen. Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer sprach vorsichtig von einer „Aufbruchstimmung“ bei Pimco. Der Gewinn stagnierte hier allerdings.

Besser lief das Geschäft mit der Lebens- und Krankenversicherung. Allein hier gab es einen Ergebnissprung um mehr als die Hälfte, was auch florierenden Kapitalanlagen geschuldet war. In der Schaden- und Unfallversicherung profitierte die Allianz davon, dass es zuletzt weniger Naturkatastrophen und Großschäden gegeben hatte.

Im dritten Quartal legte der operative Gewinn insgesamt um 18 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, der Überschuss sogar um 37 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. „Unsere Bemühungen, das Geschäft in einem sehr schwierigen Umfeld weiterzuentwickeln, zahlen sich aus“, sagte Wemmer. Vorstandschef Oliver Bäte ist dabei, unrentable Geschäftsbereiche im Ausland abzustoßen – auch mit Verlust – und den Konzern digitaler zu machen. Die Allianz will zudem sehr wahrscheinlich eigene Aktien zurückkaufen. Das Unternehmen hat 2,5 Milliarden Euro für Firmenübernahmen bereitgestellt, findet aber keine attraktiven Unternehmen.