New York

Bonuszahlungen für Banker an der Wall Street sinken

Die größten Einbußen müssen Investmentbänker hinnehmen

New York. Die Banker an der Wall Street müssen sich erneut auf sinkende Boni einstellen. Insgesamt sei für dieses Jahr ein Rückgang um fünf bis zehn Prozent zu erwarten, ergab eine am Montag veröffentlichte Untersuchung der auf Vergütungsberatung spezialisierten Firma Johnson Associates. Hintergrund ist das schwächelnde Geschäft in den USA mit Firmenübernahmen und Börsengängen. Zudem macht die verschärfte Regulierung den Handel weniger lukrativ.

Die sechs größten US-Investmentbanken, darunter die Branchengrößen JP Morgan und Goldman Sachs, mussten in den ersten neun Monaten 2016 in diesen Bereichen einen Einnahmerückgang von durchschnittlich 15,6 Prozent hinnehmen. Entsprechend deutlich dürften die Boni-Einbußen bei Investmentbankern (minus zehn bis 20 Prozent) und Aktienhändlern (minus fünf bis 15 Prozent) ausfallen. Glimpflicher kommen Anleihehändler weg. Ihre Boni werden nur um bis zu zehn Prozent gekürzt, denn ihr Geschäft hat sich im Jahresverlauf merklich erholt. Mit Zuwächsen können hingegen Banker rechnen, die im Filial- und Firmenkundengeschäft tätig sind. Ihnen winken im Schnitt bis zu fünf Prozent mehr Sondervergütungen.

Branchenweit waren bereits 2015 die Boni zurückgegangen. Am Hungertuch nagen die Banker deshalb nicht: Laut dem New Yorker Rechnungshof lag 2015 der durchschnittliche Bonus in der dortigen Finanzbranche bei 146.200 Dollar (132.170 Euro).