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Ifo-Chef: Zentralbank ist in Europa derzeit machtlos

berlin. Ifo-Chef Clemens Fuest hält weitere Impulse der Europäischen Zen­tralbank (EZB) für die Konjunktur derzeit nahezu für wirkungslos. „Es ist ziemlich klar, dass die Geldpolitik für die Eurozone derzeit kaum noch etwas tun kann“, sagte der Präsident des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts. Die EZB werde die Geldschleusen derzeit wohl kaum weiter öffnen. „Vieles spricht dafür, dass sich die Inflation normalisiert“, sagte der Ökonom mit Blick auf die Entwicklung des Ölpreises. Zuletzt hatte der Verfall der Ölpreise die Teuerung im Euroraum reduziert. Nun ziehen die Notierungen wieder etwas an und sorgen so für Auftrieb bei den Energiepreisen. Damit sinkt laut Fuest auch der Druck auf die Notenbanker im Euroraum, mit geldpolitischen Maßnahmen die Konjunktur anzuschieben.