Berlin

Deutsche Bahn will Telefonverbindung im ICE verbessern

Berlin. Die Deutsche Bahn will künftig eine stabile Telefonverbindung in den ICE-Zügen ermöglichen. Telefonate, bei denen die Verbindung abbricht, solle es für Bahnreisende im ICE bald nicht mehr geben, kündigte Vorstandschef Rüdiger Grube an: „2018 wird die Telefonie kein Problem mehr sein.“

Die Züge erhielten bis dahin nach und nach neue Verstärker. „In den Zügen, die wir jetzt umgerüstet haben, ist es um den Faktor zehn besser geworden“, erklärte Grube. Die Leitungen seien auch bei einer Fahrt von 250 Stundenkilometern durch einen Tunnel stabil, oder etwa in dünn besiedelten Gegenden – vorausgesetzt die Mobilfunkabdeckung stimme. Hier arbeiteten die Anbieter an Verbesserungen. Die zusätzlichen Verstärker seien wichtig, weil die Karosserie der Züge kaum Mobilfunksignale durchlasse, sagte Grube.

Der Bahnchef bekräftigte außerdem zum Jahreswechsel auch die zweite Klasse im ICE mit kostenlosem W-Lan auszustatten. Von einem bestimmten Volumen an werde die Geschwindigkeit aber gedrosselt. „Wenn Sie die gleiche hohe Geschwindigkeit beibehalten wollen, dann müssen Sie entsprechend bezahlen“, kündigte Grube an und versicherte: „Für das übliche Arbeiten und Kommunizieren reicht das kostenlose Datenvolumen aber völlig aus.“

Zusätzlich sollen Fahrgäste von Februar an auf Angebote der Online-Videothek Maxdome zugreifen können. „Diese kostenlos verfügbaren Filme und Serien belasten nicht das Datenkontingent unserer Fahrgäste, sondern liegen auf einem Server im Zug.“ Anders als im Fernverkehr, den die Bahn eigenwirtschaftlich betreibt, hängt ein W-Lan-Angebot in Regionalzügen davon ab, ob die Bundesländer oder die regionalen Verkehrsverbünde es auch bestellen. Grube sagte, er sei mit Mobilfunkanbietern im Gespräch, um „baldmöglichst“ W-Lan auch in Regionalzüge zu bringen. Internet im Zug sei für Kunden mittlerweile so wichtig wie die Toilette.