Berlin

Deutsche Industrie nutzt Energie deutlich effizienter

Berlin. Steigende Produktion, geringerer Energieverbrauch: Die deutsche Industrie arbeitet immer effizienter. Die Betriebe haben im vergangenen Jahr so wenig Energie verbraucht wie seit Jahren nicht mehr. 2015 sank ihr Verbrauch um 0,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Weniger benötigten die Unternehmen zuletzt im Rezessionsjahr 2009, als die Produktion wegen der weltweiten Finanzkrise eingebrochen war. Deutschland ist damit eines der wenigen Länder, wo sich der Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt hat. Die Bundesregierung treibt diese Entwicklung mit Energieeffizienz-Anreizen voran. Von der Industrie werden weiterhin erhebliche Einsparungen erwartet.

Wie in den Jahren zuvor waren Erdgas (27 Prozent), Strom (21) sowie Mineralöle und -produkte (20) die bedeutendsten Energieträger für die Industrie. Die energieintensivste Branche war die Chemische Industrie mit einem Anteil am Industrieverbrauch von 31 Prozent. Es folgen die Metallerzeuger und -bearbeiter mit 23 Prozent sowie Kokereien und Mineralölverarbeiter mit neun Prozent. Der rein energetische Verbrauch – zum Beispiel zur Strom- und Wärmeerzeugung – sank seit 2008 um 6,6 Prozent. Im Maschinenbau ging der Bedarf um 17,5 Prozent zurück, in der Herstellung von Metallerzeugnissen um 5,5 Prozent. In der Chemie (+5,4) sowie in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+4,9) gab es jeweils einen Anstieg.