Essen

Verdacht der Bestechung bei ThyssenKrupp

Essen. ThyssenKrupp-Manager Jens Michael Wegmann sieht sich mit konzerninternen Ermittlungen wegen der Annahme eines Geschenks von einem pakistanischen Geschäftspartner des Unternehmens konfrontiert. Thyssen-Krupp bestätigte, Wegmann habe nach einem Kennenlernen mit dem Geschäftsmann Azadullah Kazmi ein Armband angenommen. Das Geschenk habe Kazmi der Ehefrau von Wegmann im Namen seiner Gattin überreicht. Angeblich soll das goldene Armband rund 4800 Euro gekostet haben.

In einem Schreiben an die Mitarbeiter, das unserer Redaktion vorliegt, gibt Wegmann Fehlverhalten zu. Thyssen-Krupp habe klare Regeln für den Umgang mit Geschenken. Die Annahme des Gastgeschenks von unbekanntem Wert sei ein Fehler gewesen.

Der ehemalige Siemens-Manager war erst vor wenigen Monaten an die Spitze der wichtigen Anlagenbausparte von ThyssenKrupp gerückt und sollte in dem korruptionsanfälligen Geschäftsbereich aufräumen.