Berlin

Warteschleifen beim Umbau von Air Berlin

Berlin. Mit der Radikalkur sollte die lange erhoffte Wende bei Air Berlin kommen. Doch der Deal mit der Lufthansa-Billigtochter Eurowings startet offenbar später als geplant – und Air Berlin muss beim Verleihen von 40 Flugzeugen samt Crew draufzahlen, berichtet das „Handelsblatt“. Demnach kommt die Abmachung statt im Winter frühestens im Sommer 2017 zustande. Auch deckten die Mietzahlungen der Lufthansa nicht die Kosten. Beide Seiten wollten sich dazu nicht gegenüber der Zeitung äußern.

Auch im laufenden Geschäft spitze sich die Lage zu. Die Buchungszahlen gingen dem Bericht zufolge zurück. Die unklare Zukunft der Fluggesellschaft verschrecke die Kunden. Die Krise bei Air Berlin treibe die Passagiere „reihenweise in die Arme der Lufthansa“, zitiert die Zeitung Branchenkreise. Für den bevorstehenden Winter – Fluggesellschaften leiden in dieser Zeit allgemein unter schwacher Auslastung – benötige die Airline etwa 500 Millionen Euro. Es gebe Zweifel daran, ob Air Berlin erneut auf eine Überweisung des Großaktionärs Etihad hoffen könne.