Berlin

Sparkassenpräsident: Strafzins ist nicht ausgeschlossen

Berlin. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, will Negativzinsen auch für Kleinsparer langfristig nicht mehr ausschließen. „Auch Sparkassen sind Unternehmen, die sich natürlich nicht dauerhaft den betriebswirtschaftlichen Zwängen an den Märkten vollständig entziehen können“, sagte er dem „Tagesspiegel“.

Weil Kreditinstitute zunehmend unter den niedrigen Zinsen leiden, suchen sie nach neuen Einnahmequellen. Neben der Einführung und der Erhöhung von Gebühren für allerlei Dienstleistungen oder Gebühren für das Girokonto sind Strafzinsen auf Bankguthaben eine Möglichkeit. Negativzinsen gibt es bislang nur für Firmenkunden und institutionelle Anleger. Vor einigen Monaten sorgte jedoch die Raiffeisenbank im bayerischen Gmund für Furore. Sie führte Strafzinsen in Höhe von 0,4 Prozent für Kunden ein, deren Einlagen 100.000 Euro übersteigen.