München

Bundesgerichtshof soll Freisprüche für Bankchefs prüfen

München. Der Bundesgerichtshof muss über die Freisprüche für die früheren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen entscheiden. Die Staatsanwaltschaft München teilte am Dienstag mit, dass sie ihre Revision gegen das Urteil des Landgerichts München gegen die drei früheren Bankchefs aufrechterhält. Die Revision gegen zwei weitere, ebenfalls freigesprochene Bankmanager zieht sie dagegen zurück. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte die Entscheidung zunächst nicht kommentieren.

Angeklagt waren die fünf Manager wegen versuchten Betrugs. Um die Deutsche Bank vor Schadenersatzzahlungen wegen der Pleite des Medienkonzerns Kirch zu bewahren, hätten sie ihre Aussagen im Zivilprozess vor dem Oberlandesgericht München abgesprochen, lautete der Vorwurf. Nach einem Jahr Verhandlungsdauer hatte das Landgericht im April alle fünf Angeklagten freigesprochen. Es sei kein Hinweis auf irgendeine Absprache gefunden worden, hatte die Strafkammer erklärt.

Nach Vorlage der schriftlichen Urteilsbegründung hat die Staatsanwaltschaft jetzt ihre Revision gegen die Freisprüche für Breuer, Ackermann und Fitschen begründet und ihre Revision gegen die Freisprüche für den früheren Aufsichtsratschef Clemens Börsig und den früheren Bankvorstand Tessen von Heydebreck zurückgezogen. Der Generalbundesanwalt werde nun prüfen, ob er sich der Revision anschließe.