Berlin

Gewerkschaft: Coca-Cola streicht 150 Stellen in Berlin

Berlin. Der Getränkehersteller Coca-Cola setzt den Stellenabbau in Deutschland im kommenden Jahr fort. Von den 480 Stellen, die nach Unternehmensangaben bundesweit wegfallen sollen, befinden sich laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) etwa 150 in Berlin und knapp 50 in der Werkstatt Perwenitz im Kreis Havelland.

In Berlin-Hohenschönhausen sei vor allem die Finanzabteilung betroffen, die in die bulgarische Hauptstadt Sofia verlegt werden soll, sagte der Geschäftsführer der NGG-Region Berlin-Brandenburg, Uwe Ledwig. Coca-Cola hatte am Dienstag mitgeteilt, von den 480 betroffenen Arbeitsplätzen seien 230 in der Verwaltung angesiedelt, 40 in der Produktion, 140 in der Logistik und 70 in den Werkstätten. Der Konzern nennt diverse Gründe für den Arbeitsplatzabbau. Die Schließung der Vertriebsstandorte Dresden, Hof, Traunreut und Nörten-Hardenberg sei die Folge von geänderten Warenströmen. Immer mehr Supermarktketten belieferten ihre Filialen selbst oder mit eigenen Partnern.

Reparatur und Wartung der gut 315.000 eigenen Automaten, Kühler und Zapfanlagen an vielen kleinen Standorten seien nicht konkurrenzfähig. Drei Hauptwerkstätten in Hamburg, Hamm und Mainz sollen die Arbeiten übernehmen. Bereits im vergangenen Sommer hatte Coca-Cola mehrere Standorte geschlossen. Davon waren nach Unternehmensangaben rund 550 Mitarbeiter betroffen, allein 320 in Bremen.