Tourismus

Air Berlin und TuiFly: Acht Flüge in Tegel gestrichen

Die Ungewissheit um die Zukunft der zweitgrößten Deutschen Fluggesellschaft Air Berlin trifft jetzt auch Fluggäste. In Berlin gab es am Montag acht gestrichene Flugverbindungen, mehrheitlich waren dies Flüge von TuiFly und seinem Partner Air Berlin. Zumindest ein weiterer deutscher Flughafen, Hannover, war betroffen. Wie ein Flughafensprecher mitteilte, kam es in Folge der Streichungen zu Verspätungen, die man bemüht sei, bis Ende des Flugtages abzubauen.

Hintergrund seien Crewengpässe, so ein Tuifly-Sprecher. Weitere Angaben dazu machte der Sprecher nicht. Auch dazu, wie viele Flüge und Passagiere betroffen waren, machte er keine Angaben. Es seien verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um die Passagiere an ihre Reiseziele zu bringen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Ersatzflugzeuge bereitzustellen“, sagte eine Air Berlin-Sprecherin.

Air Berlin hat mehrere Flugzeuge von Tuifly gemietet. Der Leasing-Vertrag umfasst nicht nur die Flugzeuge, sondern auch Wartung, Versicherung und Besatzung. Diese fliegt die Tuifly-Maschinen mit dem Air Berlin-Logo am Leitwerk in Air Berlin-Uniformen. Ihr Geld bekommen sie aber von der Tuifly.

Der Umbau der hoch verschuldeten Air Berlin bringt auch bei der Tuifly Veränderungen mit sich. Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Ferienflieger in eine neue Dachholding mit einer anderen Airline integriert werden soll. Bei der Fluggesellschaft handelt es sich um den Air-Berlin-Großaktionär Etihad. Air Berlin hatte am Donnerstag einen tiefgreifenden Umbau und den Abbau von 1200 Arbeitsplätzen angekündigt.