Hamburg

Bremer Werft kauft Konkurrenten Blohm+Voss

Hamburg-Besucher kennen die markanten Anlagen von Blohm+Voss. Wer auf den Landungsbrücken steht, blickt direkt auf die Docks 10 und 11 am anderen Elbufer. Das Hamburger Traditionsunternehmen bekommt jetzt einen neuen Besitzer – aus Bremen. Die Lürssen-Werft übernimmt Blohm+Voss von den Fonds des britischen Finanzinvestors Star Capital Partners. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Star Capital hatte die auf den Bau von Großyachten und Schiffsreparaturen, darunter Kreuzfahrtschiffen wie der „Queen Mary 2“, spezialisierte Hamburger Werft Ende 2011 von Thyssen-Krupp erworben.

Peter Lürßen, geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Maritime Beteiligungen GmbH & Co. KG, sagte, durch die Übernahme entstehe eine Gruppe mit sechs hoch spezialisierten Werften. Das Unternehmen beschäftige rund 2800 Mitarbeiter in allen norddeutschen Küstenländern. Bei Blohm+Voss arbeiteten zuletzt rund 1000 Beschäftigte.

Mit Lürssen arbeitet das Hamburger Unternehmen bei Marineschiffen bereits lange zusammen, zuletzt beim Bau der Fregattenklasse F125 für die Deutsche Marine. Die IG Metall bewertete den Verkauf als positiv: Unter dem Dach der Gruppe habe Blohm+Voss größere Entwicklungschancen als mit dem Finanzinvestor Star Capital. Lürssen hatte bereits 2011 versucht, Blohm+Voss zu übernehmen.