Tankstellen

Aral verkauft wieder Erdgas – aber nicht an alle VW-Fahrer

Aral hat den Verkaufsstopp für Erdgas wieder aufgehoben. Fahrer von einigen VW-Modellen sollen aber auch weiterhin nicht tanken können.

 Die Tankstellenkette Aral hatte nach einem Unfall mit einem VW-Erdgasauto vorsorglich einen Verkaufsstopp von Erdgas empfohlen.

Die Tankstellenkette Aral hatte nach einem Unfall mit einem VW-Erdgasauto vorsorglich einen Verkaufsstopp von Erdgas empfohlen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Hamburg.  Die Zapfsäulen für Erdgas sind an den Aral-Tankstellen wieder geöffnet – allerdings mit Einschränkungen für VW-Fahrzeuge. Aral habe seinen Pächtern empfohlen, entweder die VW-Modelle Touran, Passat und Caddy unabhängig von deren Baujahr oder aus operativen Gründen alle VW-Fahrzeuge von der Betankung auszuschließen, teilte der Konzern am Freitag in Bochum mit. Die Tankstellen sollen die Erdgas-Zapfsäule über das Kassensystem sperren und jeden Tankvorgang einzeln freischalten, um eine sichere Betankung zu ermöglichen.

Unfall mit einem gasgetriebenen VW Touran

Aral und alle anderen großen Tankstellenunternehmen in Deutschland hatten nach einem Unfall mit einem gasgetriebenen VW Touran vor einer Woche ihren Stationen empfohlen, die Gas-Zapfsäulen vorübergehend ganz stillzulegen oder nur mit Einschränkungen weiter zu betreiben.

Verbände der Gaswirtschaft und die Deutsche Energie-Agentur hatten die Maßnahme als überzogen kritisiert, weil es sich bei dem Unfall um einen Sonderfall gehandelt habe und Erdgas-Autos generell sicher seien. Bei dem Touran war der Tank geborsten. VW hatte die Autos wegen möglicher Korrosionsschäden zurückgerufen; das Unfallfahrzeug war diesem Rückruf jedoch noch nicht gefolgt. (dpa)