Stockholm

Möbelriese Ikea profitiert vom Online-Handel

Stockholm.  Die stärkere Ausrichtung auf den Onlinehandel und eine kräftige Nachfrage in Deutschland haben Ikea einen Rekordumsatz beschert.

Der weltgrößte Möbelhändler wies einen Erlösanstieg für das Ende August abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 von sieben Prozent auf 34,2 Milliarden Euro aus. Der Umsatz von Billy-Regalen & Co über das Internet kletterte dabei um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, sagte Ikea-Chef Peter Agnefjall. Die höchsten Umsätze erwirtschaftet das schwedische Unternehmen mit 4,75 Milliarden Euro in Deutschland.

Die Skandinavier haben Verkäufe via Internet lange Zeit nur stiefmütterlich betrieben, zuletzt aber viel Geld in den Bereich investiert. Damit reagieren sie auch auf die scharfe Konkurrenz im Online-Möbel-Shopping, etwa durch Amazon oder home24. Ikea experimentiert jenseits der riesigen Möbelhäuser auch mit kleineren Läden, die vorrangig als Abholstationen für bestellte Möbel dienen. In den vergangenen zwölf Monaten eröffnete Ikea weltweit 19 neue Möbelhäuser. Damit gibt es nun 340 in 28 Ländern, Ende 2017 soll ein erstes in Indien hinzukommen. Agnefjall zufolge überholte zudem Polen im abgelaufenen Jahr China als das Land, in dem Ikea am schnellsten wächst. Im Juni hatte er angekündigt, den weltweiten Umsatz bis zum Jahr 2020 auf 50 Milliarden Euro steigern zu wollen. Zahlen zum Gewinn nennt das Unternehmen traditionell erst im Dezember.