„Galaxy Note 7“

Samsung startet Umtausch von 2,5 Millionen Smartphones

Es brennt, raucht oder explodiert beim Ladevorgang. Nun ruft Samsung sein neues Galaxy-Modell in den USA zurück, andere Länder folgen.

Werbung für das neue Samsung Galaxy Note 7 in London.

Werbung für das neue Samsung Galaxy Note 7 in London.

Foto: LUKE MACGREGOR / REUTERS

Seoul.  Der Technologiekonzern Samsung hat nach dem weltweiten Verkaufsstopp für sein neues Smartphone Galaxy Note 7 mit einer Umtauschaktion in den USA begonnen. Am Freitag kündigte das Unternehmen an, dass Kunden ihr Galaxy Note 7 gegen ein neues Smartphone umtauschen könnten. Nach mehreren Fällen von Akkubränden hatte das südkoreanische Unternehmen angekündigt, die Geräte vom Markt zu nehmen.

Von der bisher beispiellosen Rückrufaktion für ein Smartphone-Spitzenmodell bei Samsung sind nach eigenen Angaben weltweit – ohne China – 2,5 Millionen Geräte betroffen. In Südkorea soll der Umtausch am 19. September starten.

Kunden können Modell umtauschen

Südkoreanische Medien berichteten, die Umtauschaktion werde bis zu 1,5 Billionen Won (etwa 1,2 Milliarden Euro) kosten. Das Unternehmen machte dazu keine Angaben. Der Chef der Smartphone-Sparte, Koh Dong Jin, hatte lediglich von enormen Kosten gesprochen. „Unser vorläufiges Ziel ist es, dass alle Produkte bis zum März nächsten Jahres umgetauscht sind“, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Firmenvertreter.

Die Kunden in den USA können schon in der nächsten Woche ein neues Galaxy Note 7 haben oder ihr jetziges Gerät gegen die Premium-Modelle Galaxy S7 oder Galaxy S7 Edge umtauschen. Für den Preisunterschied will Samsung aufkommen. In den USA kostet das Note 7 rund 850 Dollar (etwa 760 Euro).

Auslöser des Problems bisher nicht bekannt

Das Note 7 wurde erst vor zwei Wochen in den USA und anderen Ländern auf den Markt gebracht. Danach berichteten Medien über einzelne Fälle, in denen das Gerät beim Laden explodiert oder in Flammen aufgegangen war. Nach eigenen Untersuchungen identifizierte das Unternehmen Probleme mit der Akkuzelle. 35 Schadensfälle seien bisher bestätigt worden.

Was genau die Probleme verursachte, ist nicht bekannt. (dpa/aba)