London

Britische Firmen stellen wegen Brexit weniger ein

London. Das Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union zeigt Wirkung: Einer Studie zufolge sind die britischen Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltender geworden. Der Anteil der Arbeitgeber, die ihre Belegschaft in den kommenden drei Monaten vergrößern wollen, sank seit dem Brexit-Referendum im Juni von 40 auf 36 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung der Personalexperten-Vereinigung CIPD und des Arbeitskräftevermittlers Adecco UK & Ireland hervor. Vor allem im privaten Sektor zeige sich wachsende Vorsicht.

Auch bei der Weiterbildung verhalten sich die Arbeitgeber laut der Untersuchung zunehmend zögerlich: Jeder Fünfte geht davon aus, dass sich seine Investitionen in Aus- und Weiterbildung wegen des geplanten EU-Austritts verringern werden.

Volkswirte rechnen damit, dass Großbritannien wegen der Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen mit der EU in eine Rezession abgleiten wird. Knapp zwei Monate nach dem Brexit-Votum Ende Juni ist noch kein klarer Fahrplan erkennbar, wann das Land aus der EU austritt. Als wahrscheinlich gilt mittlerweile ein Austritt Ende 2019.

Die deutsche Wirtschaft hingegen ist laut der Deutschen Bundesbank vom Votum der Briten kaum betroffen. Die Wirtschaft werde hierzulande auch im Sommer kräftig zulegen, prognostiziert die Zentralbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Die positiven Erwartungen der deutschen Unternehmen seien durch den EU-Austritt der Briten nur „geringfügig getrübt“, heißt es darin