Frankfurt/Main

Weniger Umsatz und Gewinn für Dax-Konzerne

Frankfurt/Main. Die Abkühlung der Weltkonjunktur und der stärkere Euro haben Spuren in den Quartalsbilanzen deutscher Börsenschwergewichte hinterlassen. Der operative Gewinn (Ebit) der 30 Dax-Konzerne schrumpfte im zweiten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro, wie aus einer Untersuchung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Der Gesamtumsatz der Konzerne (ohne Banken) sank um 1,1 Prozent auf 326 Milliarden Euro. Insgesamt setzten dreizehn Konzerne weniger um als im zweiten Quartal 2015.

„Die Rahmenbedingungen sind zurzeit alles andere als ideal“, erklärte Ma­thieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. „Wirtschaftliche und politische Turbulenzen sorgen für Verunsicherung und erschweren die langfristige Planung von Investitionen.“ Auch die Schwellenländer, die viele Jahre Haupttreiber des weltweiten Wirtschaftswachstums waren, entwickelten sich schwach. Der gestiegene Eurokurs verteuerte „Made in Germany“-Produkte auf dem Weltmarkt. Das kann die Nachfrage dämpfen. Zugleich schrumpfen dadurch im Ausland erzielte Einnahmen.

Spitzenreiter beim operativen Gewinn waren EY zufolge im zweiten Quartal die Autokonzerne Daimler (3,3 Mrd. Euro) und BMW (2,7 Mrd. Euro), gefolgt vom Versicherungskonzern Allianz (2,4 Mrd. Euro). Beim Umsatz war den Angaben zufolge der Autobauer VW mit knapp 57 Milliarden Euro führend.