Mannheim

Bilfinger bleibt weiterhin in den roten Zahlen

Mannheim. Der kriselnde Industriedienstleister Bilfinger schreibt weiter rote Zahlen, der Verlust ist aber geringer geworden. Der Verkauf der Bau- und Gebäudedienste bescherte den Mannheimern allerdings erneut ein schwaches Quartal. Verluste im Kraftwerksgeschäft sorgten im zweiten Quartal für einen Verlust von 54 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 423 Millionen ein Jahr zuvor. Das teilte Bilfinger am Mittwoch mit.

Nach dem Verkauf der profitablen Bau- und Gebäudedienstleistungen an den schwedischen Finanzinvestor EQT ist der einst stolze Baukonzern deutlich geschrumpft. Der Verkauf soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Mitarbeiterzahl lag zuletzt bei 38.997, nach 44.672 Beschäftigten ein Jahr zuvor. Die Leistung sank von April bis Juni im Jahresvergleich um 14 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Auftragsbestand und Auftragseingang, die auf die künftige Entwicklung schließen lassen, sackten um 24 beziehungsweise 13 Prozent ab.

Bilfinger hat seine Prognosen für das laufende Jahr konkretisiert: Weil die Nachfrage im Industriegeschäft im Zuge des Ölpreisverfalls schwächelt, dürfte die Leistung im Vorjahresvergleich deutlich auf rund 4,1 Milliarden Euro sinken. Bisher hatte der MDax-Konzern keine konkrete Zahl genannt. DZ-Bank-Analyst Thorsten Reigber zeigte sich von den Kennzahlen dennoch positiv überrascht. Die Bilfinger-Aktien blieben eine spekulative Wette auf eine Wende.