Bilanz

Unwetter und schwache Fonds lassen Allianz-Gewinn einbrechen

Europas größter Versicherer Allianz hat im zweiten Quartal 46 Prozent weniger Gewinn gemacht als 2015. Teuer waren vor allem Unwetter.

Die Allianz-Versicherung verzeichnete im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Allianz-Versicherung verzeichnete im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Foto: JACKY NAEGELEN / REUTERS

Frankfurt.  Die Allianz hat im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Der Überschuss schrumpfte um 46 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, wie Europas größter Versicherer am Freitag mitteilte. Der operative Gewinn ging um 17,2 Prozent auf 2,4 Milliarden zurück. Beides lag unter den Markterwartungen.

Einerseits musste der Konzern im Frühjahr wie viele Konkurrenten mehr Geld in die Hand nehmen, um Unwetterschäden zu regulieren. „Das zweite Quartal wurde insbesondere durch ausgesprochen hohe Schäden aus schweren Überschwemmungen und Stürmen in Europa geprägt“, erklärte Vorstandschef Oliver Bäte. Zum anderen hält die Schwäche der Vermögensverwaltung an. Die wichtige US-Fondstochter Pimco hat die erhoffte Trendwende noch nicht geschafft: Hier ziehen die Kunden unter dem Strich weiter Milliarden ab.

Am Jahresziel rüttelt die Allianz allerdings nicht: Der operative Gewinn soll bei zehn bis elf (2015: 10,7) Milliarden Euro liegen, bekräftigte der Konzern. (rtr)