IW-Institut

Deutsche müssen sich auf Rente mit 73 Jahren einstellen

Die Deutschen beziehen so lange Rente wie noch nie zuvor. Das Renteneinstiegsalter müsse deshalb steigen, sagt der IW-Geschäftsführer.

Das Rentenalter in vollen Zügen genießen: darauf muss wohl in Zukunft noch länger hingearbeitet werden.

Das Rentenalter in vollen Zügen genießen: darauf muss wohl in Zukunft noch länger hingearbeitet werden.

Foto: Jens Wolf / dpa

Berlin.  Die Deutschen müssen sich aufgrund des demographischen Wandels auf ein immer höheres Renteneintrittsalter einstellen. Das sagte der Geschäftsführer des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW), Hubertus Bardt der „Bild“-Zeitung. Nur so könne verhindert werden, dass die Rentenbeiträge steigen würden und das Rentenniveau weiter als geplant sinke.

„Wenn nicht stärker privat und betrieblich vorgesorgt wird, müsste das Eintrittsalter weiter erhöht werden: bis 2030 auf 69 Jahre und bis 2041 auf 73 Jahre.“ Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass mit der vergangenen Rentenreform alle Probleme gelöst worden seien. Bereits im Mai hatte das Institut diese Berechnungen bekannt gegeben.

Deutsche beziehen so lange Rente wie nie zuvor

Nach derzeitiger Gesetzeslage soll das Rentenalter bis 2029 schrittweise auf 67 steigen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vor einger Zeit die Rente mit 70 ins Gespräch gebracht.

Unter Berufung auf Daten der Rentenversicherung Bund berichtet die „Bild“-Zeitung, Deutschlands Rentner bezögen so lange Rente wie nie zuvor. 2015 sei die durchschnittliche Bezugsdauer bei Frauen auf 22,8 Jahre gestiegen, bei Männern auf 18,8 Jahre. Im Jahr 2010 hatte der Wert noch bei 22,1 Jahren für Frauen und bei 17,5 Jahren bei Männern gelegen. (dpa, aba)