Frankfurt/Main

Deutsche Bank will nach Trennung von Postbank umbauen

Frankfurt/Main. Angesichts andauernder Probleme prüft die Deutsche Bank einen weiteren Konzernumbau. Ziel sei, das Institut in sich und in seiner Struktur zu vereinfachen, sagte eine Sprecherin. Das Projekt mit dem Namen „Jade“ laufe schon länger. Es gehe dabei nicht darum, die Bank aufzuspalten. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet, dass die Bank eine Trennung in einen Teil für das Kapitalmarktgeschäft und einen für das Privat- und Firmenkundengeschäft durchspiele.

Die größte deutsche Bank hatte das im vergangenen Jahr noch unter dem damaligen Chef Anshu Jain erwogen. Schließlich entschied sich das Institut aber zu harten Einsparungen und der Trennung von der Postbank. Der Verkauf gestaltet sich angesichts des Kurseinbruchs für Bankaktien an der Börse schwierig. Die Deutsche Bank müsste derzeit auch bei einem Börsengang mit hohen Abschlägen auf die Postbank rechnen und damit neue Abschreibungen vornehmen. Laut „Manager Magazin“ prüft man intern nun sogar, die Postbank wieder zu integrieren. Dabei wurde die operative Trennung der Tochter vom Gesamtkonzern überhaupt erst vor wenigen Wochen abgeschlossen.