Düsseldorf

Eon bringt Tochter Uniper im September an die Börse

Düsseldorf. Eon-Chef Johannes Teyssen treibt den Börsengang der Kraftwerkstochter Uniper voran. Die Notierung sei im September geplant, kündigte er an. Der Energieriese will 53 Prozent der Anteile an die Börse bringen und den eigenen Aktionären ins Depot buchen. Einnahmen erzielt Eon daher zunächst nicht. Der Konzern will aber mittelfristig die übrigen 47 Prozent versilbern. Teyssen hatte das Geschäft mit Kohle- und Gaskraftwerken sowie dem Energiehandel Anfang des Jahres abgespalten. Eon selbst will sich auf Ökostrom konzentrieren. Das Management verspricht sich davon ein schärferes Profil für beide Gesellschaften, das neue Investoren anlocken soll.

Wegen der stark gefallenen Stromgroßhandelspreise steht Uniper von Anfang an unter Druck. Uniper-Chef Klaus Schäfer will bis 2018 Beteiligungen im Volumen von mindestens zwei Milliarden Euro abstoßen. Zudem will er die Personalkosten deutlich senken.