Bargeld

Bundesbank lässt neuen 50er-Schein bereits drucken

Frankfurt/Main. Zum Start des neuen 50-Euro- Scheins am 4. April 2017 werden 5,4 Milliarden Exemplare ausgegeben. Nebeneinander gelegt entspreche das der Fläche etwa von Rüsselsheim oder Fürth, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch. Der Anteil der Bundesbank beträgt 2,1 Milliarden Stück. Gedruckt wird bereits jetzt, um rechtzeitig fertig zu sein. Die Verteilung der runderneuerten Scheine, die Fälschungen erschweren sollten, sei eine logistische Herausforderung, sagte Thiele. „Wir arbeiten auch mit Tiefladern.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Banknote kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Der 50er ist die am häufigsten genutzte Stückelung der Euro-Banknoten. Mehr als acht Milliarden davon sind im Umlauf. Nach dem 20er wird er am zweithäufigsten im Euro-System gefälscht.

Beim Fünfziger kommen die gleichen Sicherheitsmerkmale zum Einsatz wie beim Zwanziger. Auch er hat beispielsweise ein Porträtfenster. Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa.

Neu aufgelegt werden noch der 100- und der 200-Euro-Schein. Sie sollen bis Ende 2018 eingeführt sein. Auch der 500-Euro-Schein, dessen Ausgabe gegen Ende 2018 eingestellt werden soll, soll gesetzliches Zahlungsmittel bleiben und unbegrenzt umtauschbar sein.