Arbeitskampf

Gewerkschafter-Gewerkschaft ruft zum Streik gegen Verdi auf

Die Gewerkschaft Verdi kämpft für die Rechte von Beschäftigten. Nur im Umgang mit den eigenen Angestellten hapert es. Nun droht Streik.

Frank Bsirske ist seit anderthalb Jahrzehnten Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Jetzt gibt es Krach über das Gehalt der eigenen Angestellten.

Frank Bsirske ist seit anderthalb Jahrzehnten Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Jetzt gibt es Krach über das Gehalt der eigenen Angestellten.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Frankfurt/Main.  Der Streik ist ein legales Mittel im Arbeitskampf. Das muss nun wohl auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hinnehmen. Die Gewerkschaft soll selbst bestreikt werden. Die Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschäftigten (GdG) hat für diesen Montag zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Eine zentrale Protestveranstaltung ist in Frankfurt geplant, wo auch die Verhandlungen stattfinden. Der Protest richtet sich gegen die Haltung von Verdi als Arbeitgeber in laufenden Tarifverhandlungen.

Der GdG-Vorsitzende Bernhard Stracke sagte: „Die Beschäftigten sind wirklich sauer, weil das Angebot der Arbeitgeber unterirdisch ist und die Belastung der Beschäftigten im vergangenen Jahr sehr hoch war.“ Der Arbeitgeber habe umgerechnet 0,23 Prozent mehr Geld für dieses Jahr geboten, der Gesamtbetriebsrat fordere aber 5 Prozent mehr. Stracke kritisierte auch, dass Verdi-Chef Frank Bsirske „Tarifverträge für alle Beschäftigten in Deutschland fordert, im eigenen Haus dies jedoch ablehnt“. (dpa)