Berlin

Stromkunden profitieren von Niedrigzinsen

Berlin.  Mit jahrelanger Verzögerung sollen die Niedrigzinsen die Strom- und Gasnetzbetreiber und ihre Gewinne belasten, wie die Bundesnetzagentur am Mittwoch bekanntgab. Die Einsparungen kommen den Verbrauchern entsprechend zugute. Dem Vorschlag der Aufsichtsbehörde zufolge erhalten die Betreiber auf das für den Bau neuer Anlagen eingesetzte Kapital in Zukunft eine Verzinsung von 6,91 Prozent. Zuvor waren es 9,05 Prozent. Bei Altanlagen sinkt der Satz von 7,14 auf 5,12 Prozent. Für Stromnetze gilt die neue Regel ab 2019, für Gasnetze ab 2018. Die Gewinne der Gas- und Stromnetzbetreiber werden damit entsprechend sinken.

Der Zinssatz, den die Betreiber erhalten, berechnet sich aus dem allgemeinen Zinsniveau und einem Risikozuschlag – schließlich kann trotz staatlicher Regulierung beim Betrieb eines Netzes auch einmal etwas schief gehen, wofür das Unternehmen geradestehen muss. Insgesamt bezahlen allein die deutschen Kunden rund 18 Milliarden Euro pro Jahr allein für die Stromnetze. Eine endgültige Entscheidung über die Renditehöhe fällt im September.