Konsum

Die Kauflaune der Deutschen ist im Sommer gestiegen

Rekordbeschäftigung und höhere Einkommen: Die Konsumlaune der Deutschen hat sich im Sommer verbessert. Ein Risiko bleibt der Brexit.

Die deutschen Konsumenten schätzen ihre Finanzlage derzeit so gut ein wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Die deutschen Konsumenten schätzen ihre Finanzlage derzeit so gut ein wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Foto: Inga Kjer / dpa

Nürnberg.  Das Vertrauen der Verbraucher in die deutsche Wirtschaft hält an. Vor allem in Sachen Konjunkturerwartung zeige der Trend klar nach oben, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mit.

Das Barometer für das GfK-Konsumklima im Juli kletterte überraschend um 0,3 auf 10,1 Punkte. Im Vormonat lag der Wert bei 9,8. Dies ist der dritte Anstieg in Folge und der beste Wert seit einem knappen Jahr. Allerdings war die Umfrage unter 2000 Bürgern bereits vor dem Brexit-Votum abgeschlossen. Die Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der EU hat jüngst weltweit für Börsenturbulenzen gesorgt.

Konsumenten blicken zuversichtlich auf Konjunktur

„Es ist zu erwarten, dass sich die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten auch auf die deutschen Verbraucher übertragen wird“, sagte GfK-Fachmann Rolf Bürkl. Derzeit blickten die Konsumenten aber sehr zuversichtlich auf die Konjunktur in Deutschland und schätzten ihre Finanzlage so gut ein wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Nur die Bereitschaft für größere Einkäufe habe leicht nachgelassen – allerdings auf hohem Niveau.

Gründe für das gute Konsumklima sind etwa eine gute Beschäftigungslage sowie die anstehenden Tarif- und Rentenerhöhungen und die extrem niedrige Inflation. Allerdings müsse man das Risiko Brexit im Auge behalten und abwarten, wie sich das Votum auf die europäische und die deutsche Wirtschaft auswirke. „Sollte er längerfristige Unruhe an den Börsen sowie bei der politischen Führung sowohl der EU also auch der einzelnen Mitgliedsstaaten, insbesondere in Deutschland, auslösen, kann dies auch der Konsumstimmung der deutschen Verbraucher schaden“, sagte Bürkl. (rtr/dpa)