Wolfsburg

VW erwartet günstige Preise für flexible Mobilität

Wolfsburg. Der Digitalisierungswettstreit in der Autoindustrie dürfte für die Kunden von flexiblen Mobilisierungsangeboten sinkende Preise mit sich bringen. „Bei Taxis fährt man heute mit Kosten von ungefähr zwei Euro pro Kilometer“, sagte der VW-Digitalchef und ehemalige Apple-Manager Johann Jungwirth. VW sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Kosten pro Kilometer bei Mobilitätsangeboten nach Bedarf auf ein Niveau sinken könnten, das vergleichbar sei mit den Kosten für den Besitz eines privaten Fahrzeugs. Für Pkw wird in der Wirtschaft häufig mit 30 Cent pro Kilometer gerechnet.

Durch die Weiterentwicklung von modernen Mobilitätsangeboten mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf Abruf könne die Mobilität für alle erhöht werden. „Damit können alle Menschen, auch Menschen ohne Führerschein, Alte, Kranke, Kinder und Blinde in den Genuss von individueller Mobilität kommen“, betonte Jungwirth.

Im weltweiten Wettlauf bei der Entwicklung selbst fahrender Autos habe Volkswagen dank seiner zwölf Konzernmarken Vorteile gegenüber der Konkurrenz, sagte Jungwirth. „Wir müssen dieses System nur einmal entwickeln – für alle Marken und Anwendungsgebiete“, sagte er. Fahrerlose Systeme würden in drei bis fünf Jahren „zum neuen Herzstück des Autos im 21. Jahrhundert“. Neben den klassischen Autoherstellern streben auch Digitalunternehmen wie Google auf den Markt.