Stuttgart

Bierflaschen mit Bügelverschluss werden beliebter

Stuttgart.  Biertrinker in Deutschland greifen einer Studie zufolge häufiger zu Bügelflaschen. Der Marktanteil dieser Flaschen beim Bierverkauf in Supermärkten und Getränkemärkten sei seit 2014 von 5,2 Prozent auf 5,9 Prozent gestiegen, heißt es in einer Analyse der Marktforschungsfirma Nielsen.

Große Discounter wie Aldi und Lidl sind nicht inbegriffen. Als Grund nennt Nielsen den Trend zu regionalen Marken und Bierspezialitäten, die häufig mit den Keramik- oder Kunststoffteilen verschlossen sind. Vor allem regional geprägte Brauereien setzen auf die in der Abfüllung teureren Bügelflaschen.

Die Bügelflaschen waren einst stark vertreten auf dem deutschen Biermarkt. Dann wurden sie durch Kronkorkenflaschen zur Nische. Kronkorkenflaschen sind bei der Reinigung und der Wiederbefüllung von Pfandflaschen billiger – solche Flaschenanlagen brauchen für Bügelbehältnisse zwei- bis dreimal so lange. Hinzu kommt, dass Flaschen mit den Kunststoff- oder Keramikverschlüssen ebenfalls bis zu dreimal so viel kosten wie konventionelle Bierflaschen. Branchenriesen wie Beck’s-Inhaber Anheuser-Busch Inbev setzen keine Bügelverschlüsse ein.