Armut

Bill Gates will mit 100.000 Hühnern die Welt verändern

Bill Gates hat ein neues Projekt vorgestellt: Hühner in entlegene Weltregionen bringen. Damit will der Milliardär Hunger bekämpfen.

Der Milliardär Bill Gates spricht über sein Hilfsprojekt vor einem Hühnergehege, das im 68. Stockwerk des World Trade Center aufgebaut wurde.

Der Milliardär Bill Gates spricht über sein Hilfsprojekt vor einem Hühnergehege, das im 68. Stockwerk des World Trade Center aufgebaut wurde.

Foto: MIKE SEGAR / REUTERS

New York.  Der Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau Melinda für den Kampf gegen Hunger und Armut auf der Welt. In New York stellte er nun sein neuestes Projekt vor. Gates will 100.000 Hühner spenden und diese in die abgelegendsten Regionen der Welt bringen lassen. Die Hühner sollen auf zwei Dutzend Länder verteilt werden, unter anderem auf Burkina Faso und Bolivien.

Die Aufzucht und der Verkauf der Tiere können helfen, Familien zu unterstützen und aus der Armut zu befreien, heißt es in einem Blogeintrag von Gates. Unter dem Titel „Warum ich Hühner aufziehen würde“ steht, Hühner seien unkompliziert und günstig zu halten, zudem ein gutes Investment, ihre Eier und ihr Fleisch lieferten wichtige Nährstoffe und sie könnten Frauen helfen, eigenes Geld zu verdienen.

800 Millionen Menschen leben in extremer Armut

Für das Hühnerprojekt arbeitete die Bill & Melinda Gates Foundation mit der Hilfsorganisation Heifer International zusammen. Vorgestellt hatte Gates das Projekt im 68. Stockwerk des Four World Trade Centers. Man habe die Hühner in den Wolkenkratzer hineingeschmuggelt, sagte Gate. Ziel sei es langfristig, etwa 30 Prozent der Haushalte in Gegenden wie Westafrika oder Lateinamerika mit Hühnern zu versorgen.

Die Welthungerhilfe startete in der Vergangenheit ähnliche Projekte. Angaben der Vereinten Nationen zufolge leben weltweit etwa 800 Millionen Menschen in extremer Armut. (aba)