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Trotz hoher Rabatte: VW-Gewinn bricht deutlich ein

In den vergangenen Monaten hatte VW versucht, seine Bilanz zu verbessern. Doch der Abgasskandal belastet noch immer die Ergebnisse.

Für Aktionäre von VW gab es am Dienstagmorgen keine guten Nachrichten.

Für Aktionäre von VW gab es am Dienstagmorgen keine guten Nachrichten.

Foto: © Jessica Rinaldi / Reuters / REUTERS

Wolfsburg.  Der Volkswagen-Konzern muss einen erneuten Gewinneinbruch hinnehmen. Unterm Strich sackte das Ergebnis für die Aktionäre im ersten Quartal um rund ein Fünftel auf 2,3 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

VW hatte mit hohen Rabatten auf seine Neuwagen versucht, die Verkäufe auch im Abgas-Skandal stabil zu halten. Die Vertriebskosten stiegen zu Jahresbeginn aber bei weitem nicht mehr so stark wie direkt nach Bekanntwerden der Manipulationen.

Ein Problem bleibt aber die Ertragsschwäche der Kernmarke mit dem VW-Logo. Auch zum Jahresstart hat das Sorgenkind mit Golf und Passat kaum Gewinn abgeworfen. Zwar kehrte die Marke in den ersten drei Monaten mit 73 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern in die schwarzen Zahlen zurück. Doch im Vergleich zum Startquartal des Vorjahres (514 Millionen Euro) brach der Gewinn um 86 Prozent ein, wie die Wolfsburger am Dienstag mitteilten.

VW schreibt im Tagesgeschäft schwarze Zahlen

Nachdem Rückstellungen für die Folgen des Abgas-Skandals dem VW-Konzern im vergangenen Jahr einen Rekordverlust eingebrockt hatten, arbeitet auch der Gesamtkonzern vorerst wieder profitabel. Das operative Ergebnis stieg aufgrund von Sondereffekten bei der Währungsumrechnung sogar um 3,4 Prozent auf 3,44 Milliarden Euro. Die großen Gewinnbringer bleiben die Luxusmarken Audi und Porsche. Der Umsatz sank dagegen um 3,4 Prozent auf knapp 51 Milliarden Euro.

Analysten hatten etwas mehr erwartet. Zu Handelsbeginn rutschte die Aktie mit einem Minus von 2,1 Prozent ans Dax-Ende. (dpa)