Studie

Brexit würde die Finanzbranche 21,5 Milliarden Euro kosten

Im Juni stimmen die Briten über den EU-Austritt ab. Ein Brexit könnte laut einer Studie für die Finanzfirmen des Landes teuer werden.

Scheidet Großbritannien aus der EU aus, müssen sich die Unternehmen auf neue Vorschriften einstellen. Gewinner wären wohl Berater, Anwälte und Technologieexperten.

Scheidet Großbritannien aus der EU aus, müssen sich die Unternehmen auf neue Vorschriften einstellen. Gewinner wären wohl Berater, Anwälte und Technologieexperten.

Foto: Christopher Furlong / Getty Images

London.  Ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte einer Studie zufolge die Finanzfirmen des Landes in den kommenden zehn Jahren umgerechnet etwa 21,5 Milliarden Euro kosten. Der sogenannte Brexit werde eine Dekade der Unsicherheit geben, schrieben die Experten der Regulierungs-Beratungsfirma JWG in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Die Unternehmen müssten sich in dieser Zeit auf neue Vorschriften einstellen, zugleich seien sie daran interessiert, ihre Geschäfte weiter wie gehabt zu betreiben. „Die ultimativen Gewinner werden die Berater, Anwälte und Technologieexperten sein", hieß es. Die Briten stimmen im Juni in einem Referendum über die Zukunft ihres Landes in Europa ab.

Kursverfall des Pfunds erwartet

Die großen Unternehmen des Landes stellen sich auf einen Kursverfall des Pfund um mehr als zehn Prozent ein, sollte Großbritannien die EU verlassen. Vier Fünftel dieser Firmen hätten bereits entsprechende Absicherungsgeschäfte abgeschlossen, ergab eine Umfrage der Banken-Experten von East&Partners. Kleine und mittelgroße Unternehmen hätten geringere Bedenken. Seit Anfang Dezember hat das Pfund etwa zehn Prozent an Wert verloren. (rtr)