Absolventa-Studie

Berufsstarter kritisieren austauschbare Stellenanzeigen

Leere Phrasen, keine Authentizität, zu hohe Ansprüche: In einer Studie kritisieren Berufanfänger Arbeitgeber für ihre Stellenanzeigen.

Sieben von zehn Berufsstartern haben ein Problem mit den hohen Ansprüchen, die der Arbeitgeber in der Stellenanzeige stellt.

Sieben von zehn Berufsstartern haben ein Problem mit den hohen Ansprüchen, die der Arbeitgeber in der Stellenanzeige stellt.

Foto: imago stock&people / imago/Westend61

Berlin.  Zwischen Arbeitgebern und jobsuchenden Kandidaten herrscht ein Verständigungsproblem. So verstehen 83 Prozent der Arbeitssuchenden kaum, was im Rahmen von Stellenausschreibungen von ihnen erwartet wird. Das ist das Ergebnis des Absolventa GenY-Barometers, für das 650 Anfang 20-Jährige befragt wurden.

Die zur sogenannten Generation Y gehörenden Befragten beklagen in der Studie die Stellenanzeigen von der Stange: Unternehmen würden in ihren Ausschreibungen die immer gleichen austauschbaren Phrasen verwenden. 89 Prozent finden, dass der Arbeitgeber so kein authentisches Bild von sich zeigt.

Unternehmen stellen zu hohe Ansprüche

Auch Unternehmensvideos oder Verlinkungen zu Social-Media-Plattformen des Arbeitgebers in der Online-Stellenanzeige sind für einen Großteil der befragten Berufsanfänger unwichtig. Stattdessen wünscht sich die große Mehrheit (82 Prozent) eine Verlinkung zur Karriere-Webseite des ausschreibenden Arbeitgebers, um sich bei Bedarf weiterführend informieren zu können.

Ein Problem für sieben von zehn Berufsstartern sind auch die hohen Ansprüche, die der Arbeitgeber in der Stellenanzeige stellt. So würden einerseits hochwertige Bewerbungen erwartet werden, andererseits würden die Arbeitgeber diese Anforderungen in ihren eigenen Stellenanzeigen selbst nicht erfüllen: Arbeitgeber verlangen also viel, liefern vorab aber wenig.

Die Studie legt Arbeitgebern daher nahe, bei Stellenanzeigen eine neue Sprache zu entwickeln, die sie von anderen Unternehmen abgrenzt. Die zu besetzende Position sollte auch besser umschrieben werden, so der Vorschlag. (jha)