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„USA Today“-Herausgeber will „Los Angeles Times“ kaufen

Großes Kaufangebot in den USA: Das Medienhaus Gannett greift nach dem Tribune-Verlag, dem unter anderem die „Los Angeles Times“ gehört.

Die Flagge des US-Medienhauses Gannett und der Zeitung „USA Today“ am Hauptsitz des Unternehmens in McLean, Virginia.

Die Flagge des US-Medienhauses Gannett und der Zeitung „USA Today“ am Hauptsitz des Unternehmens in McLean, Virginia.

Foto: © Larry Downing / Reuters / REUTERS

McLean/Chicago.  Das US-Medienhaus Gannett („USA Today“) will den Zeitungsverlag Tribune Publishing (unter anderem „Los Angeles Times“) schlucken. Das Unternehmen veröffentlichte am Montag eine Kaufofferte über 12,25 Dollar je Tribune-Aktie in bar. Damit liegt das Angebot bei etwa 815 Millionen Dollar (724 Millionen Euro). Das Kaufangebot verlieh der Aktie von Tribune-Publishing kräftig Rückenwind: Ihr Wert stieg am Montag zeitweise um 63 Prozent im Vergleich zum vergangenen Freitag. Dem Tribune-Verlag gehören auch Zeitungen wie die „Chicago Tribune“, die „Baltimore Sun“, der „Orlando Sentinel“ und die „San Diego Union-Tribune“.

Das Medienhaus Gannett machte das Werben um den Rivalen publik, weil sich dessen Management zuvor geweigert hatte, Gespräche über eine Übernahme zu führen. Die umworbene Gesellschaft bestätigte den Eingang der „unerbetenen“ Offerte umgehend. Der Vorstand werde sie nun sorgfältig und im besten Interesse der Aktionäre prüfen, hieß es. Dabei werde er unter anderem von der Investmentbank Goldman Sachs beraten.

Der Tribune-Verlag hatte für 2015 bei einem Umsatz von 1,67 Milliarden Dollar einen Verlust von 2,8 Millionen Dollar ausgewiesen. Gannett, dessen Umsatz bei 2,89 Milliarden Dollar liegt, hatte dagegen einen Gewinn von 146,1 Millionen Euro erzielt. (dpa/rtr)