Haushalt

Deutliches Steuerplus: Einnahmen legen um sieben Prozent zu

Bund, Länder und Kommunen nehmen mehr Steuern ein als erwartet. Die guten Zahlen könnten Folgen für die nächste Jahresprognose haben.

Stabile Beschäftigung und Lohnerhöhungen regen die Konsumlust der Deutschen an – und bescheren dem Staat ein ordentliches Steuerplus.

Stabile Beschäftigung und Lohnerhöhungen regen die Konsumlust der Deutschen an – und bescheren dem Staat ein ordentliches Steuerplus.

Foto: Tobias Hase / dpa

Berlin.  Der Anstieg der Steuereinnahmen hat sich zum Ende des ersten Quartals deutlich beschleunigt. Im März nahmen Bund, Länder und Kommunen 7,1 Prozent mehr Steuern ein als im Vorjahresmonat (ohne reine Gemeindesteuern), wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Der Zuwachs ist vor allem Folge der stabilen Beschäftigung und Lohnerhöhungen, der Konsumlust der Deutschen sowie der guten Ertragslage von Unternehmen.

So hat es laut Monatsbericht erneut ein deutlich höheres Aufkommen vor allem bei der Einkommensteuer gegeben sowie bei der Körperschaftsteuer, die vor allem große Unternehmen zahlen. Auch die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag sowie die Lohnsteuer und Steuern von Umsatz verzeichneten Zuwächse.

Prognose für 2017 nach unten korrigiert

Im Februar betrug das Steuerplus 5,0 Prozent, im Januar 3,7 Prozent. Für die ersten drei Monate des Jahres ergab sich ein Zuwachs von 5,1 Prozent – auf nun gut 154,89 Milliarden Euro. Das bisherige Plus fiel damit weit höher aus als in der Steuerschätzung vom November für das Gesamtjahr prognostiziert worden war (plus 2,3 Prozent).

Gut möglich daher, dass bei der nächsten Steuerschätzung Anfang Mai die Einnahmeprognose zumindest für das laufende Jahr leicht angehoben wird – zumal die Bundesregierung für 2016 weiter von einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent ausgeht. Für das nächste Jahr wurde die Konjunkturprognose leicht nach unten korrigiert auf ein Plus von 1,5 Prozent - auch aufgrund von Kalendereffekten. (dpa)