Frankfurt/Main –

Trübe Aussichten bei Commerzbank zum Abschied Blessings

Geschäft im ersten Quartal schwächelt. Neuer Chef startet im Mai

Frankfurt/Main.  Zu seinem Abschied stimmt Commerzbank-Chef Martin Blessing die Aktionäre auf erneut schwierige Zeiten ein.

„Das Ergebnis der ersten drei Monate dürfte unter dem des letzten Quartals liegen. Das wirkt sich auch auf das Gesamtjahr aus: Es wird deutlich ambitionierter, das Konzernergebnis von 2015 zu erreichen“, sagte Blessing bei der Hauptversammlung. Es wird also schwer für Martin Zielke. Der Privatkundenvorstand der Commerzbank übernimmt am 1. Mai den Chefposten von Blessing, der nach fast acht Jahren an der Spitze geht.

Zinstief und Turbulenzen an den Kapitalmärkten belasteten das üblicherweise starke erste Quartal. „Das Umfeld bleibt sehr herausfordernd“, sagte Blessing (52). Bei der Bilanzvorlage im Februar hatte sich der Vorstand noch zuversichtlich gezeigt, den Konzernüberschuss in diesem Jahr leicht über Vorjahresniveau steigern zu können. Für 2015 hatte das Institut 1,06 Milliarden Euro Überschuss ausgewiesen – fast vier Mal so viel wie im Vorjahr.